David Berger contra AIDS-Hilfe: Schluss mit der Häme!

Nachtrag (2018):

Der folgende Beitrag ist verfasst worden, bevor David Berger mit seinen eindeutig menschenfeindlichen publizistischen Tätigkeiten begonnen hat. Quasi nichts von dem, was Berger in den letzten Jahren geschrieben hat, findet meine Zustimmung. Und ich finde auch aus der Sicht von heute,  dass auch in der schärfsten Auseinandersetzung mit politischen und publizistischen Gegnern, persönliche Häme keine Rolle spielen sollte. Natürlich ist Bergers heutiger Blog schlimm rechtspopulistisch, wenn nicht sogar rechtsradikal. Aber die damaligen Äußerungen waren zwar problematisch, aber eben (noch) nicht rechtspopulistisch. Ich finde, die AIDS-Hilfe hatte es sich (und David Berger) damals zu einfach gemacht, und hätte ihn in der Sache stellen müssen. Die grundsätzliche Kritik der AIDS-Hilfe an Berger teile ich natürlich nach wie vor. 

JK 

Nein. Ein Zickenkrieg ist das nicht. Da hat Dirk Ludigs recht, wenn er in seiner Kolumne auf siegessäule.de darzustellen versucht, was da in der queeren Medienwelt gerade los ist. Und wie Ralf König gestern in einem langen Facebook-Post mit dem Magazin abrechnete, in dem er von 2000 bis 2011 regelmäßig eine Comic-Doppelseite veröffentlichte, zeigt, dass es hier um mehr geht, als die persönlichen Befindlichkeiten Einzelner.

Vor zwei Wochen hatte die Deutsche AIDS-Hilfe in einer Pressemitteilung erklärt, dass sie keine Anzeigen mehr in dem Magazin „Männer“ schalten wird, und das mit Vorwürfen begründet, die sie gegen deren Chefredakteur David Berger richtet:

„Chefredakteur David Berger propagiert ein traditionelles Männlichkeitsbild und provoziert mit teils rechtspopulistischen Aussagen.“

Dirk Ludigs schreibt zum Streit, der sich nach dieser Mitteilung entfacht hat:

“ ….  was meiner bescheidenen Meinung nach zurzeit geschieht, ist kein Zickenkrieg, es ist eine Zeitenwende. Was endet? Die Mär von einer LSBTI*-Community. Was kehrt zurück? Der Konflikt zwischen jenen Schwulen, die vom Makel der Homosexualität befreit, endlich ohne Scham an den Fleischtöpfen des Patriarchats Platz nehmen und jenen, die es zusammen mit all den anderen benachteiligten Gruppen abschaffen wollen. Der Konflikt ist alt, sehr alt. Er ist sozusagen der Normalzustand.“

Eine Zeitenwende? Das ist ein grosses Wort. Aber ja, auch ich halte die Geschehnisse für eine Zäsur. Und ich bin da sogar ziemlich nahe bei Ludigs, der es begrüsst, dass durch diesen offenen Konflikt eine grundsätzliche Auseinandersetzung wieder sichtbar wird, die lange Zeit vernebelt war.

Aber der eigentliche Bruch liegt für mich woanders.

Das Drastische an den Ereignissen rund um den Fall „AIDS-Hilfe gegen Berger“, ist für mich die Wucht, in der hier aus der Community heraus ein Mitglied der Community in seiner ganz persönlichen Würde angegriffen wird. Oder in der Logik von Ludigs („Es trennt sich nur wieder, was nie zueinander gepasst hat.“) und vielen, die das genau so sehen:

Wie hier ein Mitglied aus der Community ausgeschlossen werden soll.

Ja, genau das ist die Stimmung, die ich gerade erlebe. Auf Facebook, bei Veranstaltungen und in vielen persönlichen Gesprächen, die ich in den letzen Tagen geführt habe. Die Angriffe auf David Berger haben ganz offensichtlich nicht nur mit seinen Äußerungen und seinem Wirken als Chefredakteur zu tun, sondern mit einer Projektionsfläche, die er (gewollt oder ungewollt) bietet.

„Da schwingt sich einer von der erzkatholischen Kirchenkniebank direktemang in den Chefsessel und will uns erzählen, was anständiges Schwulsein ist.“

schreibt Ralf König, und trifft damit meiner Meinung nach den eigentlichen Grund des Anstosses.

Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: Auch ich teile die Kritik der AIDS-Hilfe, die diese an einem Beitrag der „Männer“ übt, und der offensichtlich Ausgangspunkt des Zerwürfnisses ist. Als es in der August-Ausgabe des Magazins in einem Beitrag über die Ursachen von Homophobie hieß,

“Wir werden nicht nur daran gemessen, mit wem wir unser Bett teilen. Sondern auch daran, wie wir dieses Faktum darstellen”

schloss auch ich mich in diesem Blog der Bewertung der AIDS-Hilfe an, die dem Artikel vorgeworfen hatte, dass er “Opfer zu Mittätern macht”.

Ich sehe den Schritt der AIDS-Hilfe auch anders als David Berger nicht als eine Frage an, die in irgendeiner Art und Weise die Pressefreiheit berührt. Nein, ich halte es nicht nur für legitim, sondern auch für sinnvoll und hilfreich, wenn eine Organisation ihr Selbstverständnis auch dadurch definiert wo (und wo nicht) sie ihre Anzeigen schaltet und wie sie dies begründet.

Aber die Art und Weise, wie gerade öffentlich von Häme bis Hass gegen David Berger geschossen wird, bereitet mir wirklich Sorgen. Und wenn man Berger für den Applaus mitverantwortlich macht, den er für gewisse Äußerungen von problematischer Seite erhält, dann muss man auch die AIDS-Hilfe dafür kritisieren, wie sie ihren Schritt begründet hat und welche Reaktionen sie damit in Kauf genommen hat.

„… provoziert mit teils rechtspopulistischen Aussagen“

ein solcher vermeintlich beiläufiger Halbsatz ist nicht geeignet, um eine Debatte zu führen. Er schliesst die damit behaftete Person ganz bewusst von einer Debatte aus und nimmt in Kauf, dass und wie sie öffentlich zur Zielscheibe wird.

Abgesehen davon, dass es einfach nicht stimmt, dass Berger Auslöser und alleiniger Verursacher der jetzigen Eskalation ist (sie ist auch eine Geschichte des sich gegenseitigen Missverstehens und Missverstehen-Wollens einiger Debattenführer, vielleicht komme ich ja demnächst mal dazu, das nachzuzeichnen …). Und auch abgesehen davon, dass es die AIDS-Hilfe mit ihrer undifferenzierten Wertung deutlich schwieriger macht, sich mit dem wirklichen Rechtspopulismus zu beschäftigen, gegen die sich die Szene eigentlich gerade formieren müsste:

Der Rechtspopulismus-Vorwurf ist eine Einladung zur sozialen Ächtung. Und dazu eine Einladung, die von weiten Teilen der Szene offensichtlich mit großem Vergnügen allzu gerne aufgenommen wird.

Ist es nur mein Eindruck, dass es ein erschreckend großer Anteil der mit Berger kritischen Kommentare es nicht dabei belässt, seine Äußerungen zu kritisieren, sondern es darauf abzielt, seinen Lebensweg und damit ihn als Mensch zu bewerten?

Gibt es sowas wie ein besseres und ein schlechteres Coming Out? Gilt unsere grundsätzliche Solidarität im Sinne des Verteidigen der individuellen persönlichen Würde jedes Einzelnen nicht mehr für die, die wir gerade als unsolidarisch empfinden?

Müsste unsere Community, die sich auch aus der gemeinsamen Ausgrenzungs-Erfahrung begründet, nicht besonders wachsam sein, wenn es um das Ausgrenzen geht? Ja, ich weiß, dass viele, die jetzt über Berger herfallen, dies damit begründen, dass er jetzt gerade andere ausgrenze. Aber müsste nicht gerade dieser Vorwurf dazu führen, es nicht selber zu tun?

Wenn der Praunheim-Satz noch stimmen sollte, nachdem nicht wir, sondern die Gesellschaft um uns herum pervers ist, wie können wir es dann zulassen, dass Konflikte innerhalb der Community damit ausgefochten werden, dass wir uns gegenseitig pathologisieren?


 

Offenlegung: Ich habe ein paar mal für die „Männer“ geschrieben, u.a. eine große Titelgeschichte über „Schwule in den Medien“ die gerade in der aktuellen Ausgabe der Buch-Anthologie Mein schwules Auge“ nachgedruckt wurde.

Auch für die nächste „Männer“-Ausgabe habe ich einen Beitrag verfasst: Es wird im kommenden Heft eine Debatte darüber geben, ob wir „Toleranz oder Akzeptanz“ als Homosexuelle von der Gesellschaft erwarten sollten. Auch mich nervt es, dass wir solche Debatten führen müssen. Aber das sollte uns nicht davon abhalten, es trotzdem zu tun.  Die Leser dieses Blogs wird sicherlich nicht überraschen, dass ich für den „Akzeptanz“-Part ausgesucht worden bin. 

16 “Kommentare ”

  1. Aber es ist doch nicht so, dass hier ein Mitglied der Community grundlos ausgeschlossen wird!
    hier wird schön dargestellt, wie sich Herr Berger so äußert: http://www.queer.de/detail.php?article_id=22832

    Danach sollte er sich am wenigsten wundern, warum seine Meinungen nicht mehr gern gesehen werden, und von LGBT* Organisationen nicht mehr unterstützt werden. Was sind denn diese Äußerungen über den Islam, Frauen, Gender usw wenn nicht rechtspopulistisch? Sicher ist er nicht “ Auslöser und alleiniger Verursacher“ aber macht es das besser?

  2. Und wieder postet D. Berger schnell diesen Artikel bei FB..naturlich ohne diesem Voll undGanz zuzustimmen.Aber, im Moment ist ihm alles Recht.
    Er selber ist ein eierloser, weinerlicher Lappen. Austeilen: JA, ohne Wenn und Aber, unter und ueber die Guertellinie.
    Kommt jedoch die geringste Kritik verfaellt er schnell in sein weinerliches getue. Alles boese, alle sind gegen ihn, keiner versteht ihn. Er gefaellt isch in seiner Opferrolle und glaubt immer noch das ohne ihn gar nichts geht. Dabei ist es das Gegenteil: Niemand braucht Leute wie Berger, profilierungssuechtig, verlogen, hinterhaeltig.
    Was er getan hat koennte man vielleicht noch mal uebersehen, sein jetziges verhalten ist widerlich!!

  3. Masler, Du hast den Artikel da oben nicht verstanden, oder? Was sind das für dämliche unsachliche Plattitüden,
    „…gefällt sich in seiner Opferrolle…“ ??? Gefällst Du Dir in der Rolle uns die Welt erklären zu müssen? Was bringt Dir das?
    Der Fremdschämfaktor für Dein Post ist in unglaublicher Höhe, da Du auch offenbar immer wieder auf Bergers Facebookprofil gehen mußt, statt Deine und unsere Nerven nicht zu strapazieren und ihn zu ignorieren… Deine Absicht ist offenkundig über Berger herzuziehen, damit erreichst Du allerdings auch Dich selbst zu disqualifizieren! Lies doch, bevor Du wieder etwas postest, den Artikel über Deinem Post nochmal, würde Dir empfehlen, es langsam zu tun!
    Mit besten Grüßen
    Tom

  4. Der arme Herr Berger…..hat zwar Unrecht in manchen Dingen, ist aber doch ein netter Kerl….

    Von wegen: Herr Berger ist in einem erzrektionären bis klerikalfschistischen Umfeld sozialisiert und es ist ihm gelungen unter Akten größter Selbstverleugnung und Selbstkorruption dort Karriere zu machen, ohne Rücksicht auf Verluste.
    Erst als in seinem erzkatholischen Dunstkreis (und selbst unter konservativen Katholiken galt er übler Reaktionär, der nur seine Karriere vorantrieb) Widerstand aufkeimte – und zwar der übliche katholische Widerstand mit Diffamierugen und Denunziationen – meinte er sich outen zu müssen…..als ob er zuvor nicht zwanzg Jahre agierendes Mitglied des Systems war.
    Schon beim zweiten Lesen seines Buches fiel mir auf, daß Ideologie, Philosophie und Denkweise sich nicht geändert haben…
    Seine größte narzisstische Kränkung im katholischen System: er konnte nicht Priester werden oder Höheres. Also schlägt man sich bei Gelegenheit zur Gegenseite und beginnt gleich wieder mit denselben Mitteln wie zuvor sein Karrierestreben – diesmal mit dem Ziel: zum deutscher Schwulenpapst.
    Jetzt, da sich endlich ihn entlarvende Kritikerstimmen melden, betreibt er die gleiche Mystifiktion wie in seinem Buch über sein Verlassen der katholischen Kirche.
    Sein „Kampf“ gegen kreuz.net war ein Kreuzzug zu eigenem Nutzen und Frommen – außer lautem Pressegeschrei ist nichts daraus geworden. Kreuz.net hat eine Fortsetzung gefunden – die üblen katholischen (evangelikalen) Homo-Haß-Lautsprecher von Kuby bis Kelle, von Mewes bis Streeb schreien noch lauter als zuvor.
    Bergers Blick auf die Welt ist thomistisch-manichäisch geblieben.
    Ach, er ist Leo Taxil, weniger chrmant als jener, auch weniger intelligent; denn seit wann sind katholische Theologen intelligent (vielleicht gelehrt im Unsinn ihres Dogmatismus)….vielleicht stellt sich Berger doch eines Tages hin wie Leo Taxil – der den Schwindel seiner Konversion zum menschenverachtenden Katholizismus mit Amplob und Flamboyanz entlarvte – und sagen: ätschbätsch, ich bin noch immer der erzkonservative Katholik und war ein Maulwurf, der eure Homolobby zerstören wollte….(weshalb eigentlich will er sie so dringlich herbeireden?) aber dann wird keiner herzlich lachen wie über Leo Taxil, der eine aufklärische wagemutige Tat vollbracht hat, nein, das wird ein Triumph der Klerikalfaschisten….nicht umsonsonst verlinkt Berger schon zu Seiten wie „Charismatismus“ einer der übelsten katholischen Dreckschleudern… Der Kreis schließt sich!

  5. Ach Tom…hast du, so wie ich, lange mit H.Berger gekaempft? Hast du dann feststellen muessen was H.Berger wirklich ist? Erlebt das H.Berger jeden seiner Mitstreiter gegen kreuz.net nur ausgenutzt hat? Wo sind die Leute die ihn unterstuetzt haben? Die ihm zugetragen haben? Es sind nun, so wie ich, seine haertesten Gegner, weil er uns alle betrogen,benutzt hat.
    Warum wenden sich immer mehr namhafte Leute von ihm ab? Ich muss keine Artikel ueber David lesen…ich habe ihn erlebt.
    Und ich bereue jede Minute die ich ihm beigestanden habe, so wie viel auch.

  6. Tja Herr Masler!
    Ich glaube Ihnen weder, dass Sie je mit David Berger „lange gekämpft“ haben noch dass Sie je von ihm betrogen worden sind!
    Und Sie bereuen jede Minute die Sie ihm beigestanden haben? Lächerlich, nach Ihren Posts war das noch nicht mal eine Sekunde!
    „Niemand braucht Leute wie Berger, profilierungssuechtig, verlogen, hinterhaeltig.“
    FALSCH! Niemand braucht Leute wie Sie: profilierungssuechtig, verlogen, hinterhaeltig!!!!!

  7. „Wieso erlauben wir uns, den Lebensweg der anderen zu bewerten?“ Weil wir zum Glück gar nicht anders können, sofern uns (was aber dann meist auch ein Glück ist) unsere Mitmenschen nicht gleichgültig sind. Weil alles andere unmoralisch wäre. Weil Neonazi, Kannibale und Frühstücksfernsehmoderator keine akzeptablen Lebensweisen sind. Es geht nicht darum, dann amn nicht bewerten und nicht ausgrenzen dürfe. Es geht um die Kriterien der Wertung und die Frage, wer warum ausgegrenzt wird. So zu tun, als wäre rechter Populismus nur so irgendeine politische Meinung, die man haben könne oder nicht, verdeckt, dass es bei den Themen des Rechtspopulismus darum geht, die eigene Stärke gegen Schwächere zu mobilisieren: Flüchtlinge, Minderheiten, Abweichler usw. Wenn einer permanent gegen alles hetzt, was er für links hält, und dumme Bemerkungen über Dinge macht, die er nicht versteht („Queeribna“), ist Solidarität schlechterdings nicht angebracht. „Der Rechtspopulismus-Vorwurf ist eine Einladung zur sozialen Ächtung.“ Gut erkannt! Wer mit Rassismus und Klassenkampf von oben liebäugelt, gehört unbedingt geächtet. „Ist es nur mein Eindruck, dass es ein erschreckend großer Anteil der mit Berger kritischen Kommentare es nicht dabei belässt, seine Äußerungen zu kritisieren, sondern es darauf abzielt, seinen Lebensweg und damit ihn als Mensch zu bewerten?“ Nein, genau darum geht es. Der Mann war ein Heuchler, als er seinen rechtskatholischen Kumpels den konservativen Theologen vorgaukelte. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Und hat damit Recht: Dass ein Teil der Gelder, die manche im guten Glauben, etwas gegen Homophobie zu tun („Stoppt Kreuznet“), spendeten, in ein Honorar für den Initiator der Kampagne umgewandelt wurden, spricht Bände. Der Umgang des Mannes mit Kritik, über den viele auf facebook berichten, deren postings gelöscht wurden, ebenfalls. Und was die Würde betrifft: Wer solche Fotos von sich verbreitet, braucht sich um seine Würde keine Sorgen mehr zu machen. – Keine Solidarität mit unsolidarischen Brandstiftern, die sich als Biedermänner ausgeben!

  8. …ich bin nun wahrlich kein david berger fan aber ich finde die art u. weise wie hier mit ihm umgegangen wird einfach erschreckend u. absolut unangebracht, man macht ihn zum antichristen, der queer.de artikel ist unfassbar, welche mühe sich dort gemacht wurde, ich würde mir wünschen dass mit dieser genauigkeit die tatsächlichen homophoben vorgeführt werden würden.
    ich finde – und fand – david berger immer absolut überbewertet, er ist ein schwuler journalist unter vielen, nicht mehr u. nicht weniger, die zeitschrift MÄNNER ist auch vollkommen überbewertet.

  9. Man fragt sich tatsächlich, was das für eine journalistische Kultur sein soll, die persönliche Meinung mit sachlicher Diskussion verwechselt, getreu dem Motto:“Der hat doch angefangen!“
    Ist das altersgemäß, ist das zeitgemäß, bringt uns das weiter, das machen Journalisten auf beiden Seiten anstatt was (?) zu tun?
    Wer will zu einer derartig boshaften, gehässigen, selbstgerechten und unpofessionellen Community gehören, wer will diese Schlammschlachten lesen?
    Das Muster läuft zwanghaft ab, was man spürt, wenn man die Posts unter diesem treffenden Blog liest. Wenn Herr Berger sich nun zurückzöge, wäre das wirklich ein Sieg?
    Erinnert das hier niemanden an die Capulets und Montagues?Meinetwegen auch die Carringtons und die Colbys ;0)? Die Grundstruktur der Fehde, des Krieges ? In meinen Augen spürt man das Niveau Steitender weniger bei dem Konfliktgrund, sondern daran, wie er ausgetragen wird!

  10. Und wieder wird erkennbar, wie Herr Berger alle manipuliert. Als Verfasser dieses Blogs müssten sie die entsprechenden Artikel Bergers doch kennen, oder? Ich habe monatlich Leserbriefe an die Männer geschrieben, mich gegen Artikel gewährt, die immer populistischer wurden.
    Und mir ist der Werdegang Bergers egal, ich hatte Anfangs überhaupt keine Probleme mit ihm und habe auch sein Buch gelesen.
    Mich stört besonders, dass es immer nur austeilen kann, Kritiker schlecht macht und nicht ein einziges Mal auf Kritik an Artikel in Männer und Co. eingegangen ist.
    Jegliche Kritik hat er immer nur ins Gegenteil verkehrt. Entweder als Beweis, wie wichtig eine Debatte sei, oder das die Reaktion zeige, dass nur ein paar ewig gestrige daran etwas auszusetzen hätten.
    Und er selbst hat ja bestätigt, dass er kritische Leser wie mich nicht möchte!
    Jetzt wird hier wieder so getan, als würden alle auf Berger als Person losgehen und damit die eigentliche Kritik wieder völlig unterschlagen.
    Eine vernünftige Diskussion ist gar nicht möglich und offenbar nicht erwünscht.

  11. Ich habe das Gefühl, es gibt in der von Euch sogenannten „Community“ (ein Witz an sich) eine selbstgemachte Vermischung von Journalismus und Aktivismus und sehr sehr viele beleidigte Leberwürste. David Berger will sein, was gerade passt. Mal will er journalistisch anecken und aufklären, doch wird er dafür kritisiert, fühlt er sich als Aktivist und Homosexueller angegriffen. Seine Kritiker machen genau das gleiche – und alle ziehen schön an unterschiedlichen Strängen und behaupten, es ginge ihnen nur um die Sache und nicht um ihr Ego. Herr Berger will eine Zeitung retten und sich selbst ein Berufsleben aufbauen, es sei ihm gegönnt. Hohe Auflagen und Klickzahlen glaubt er zu erreichen, indem er steile Thesen aufstellt. Und es scheint einigermaßen zu klappen, das behauptet er ja zumindest. Doch wenn seine steilen Thesen aufregen, spricht er von Zensur. Und ist plötzlich wieder der Aktivist für die gute Sache. Die DAH führt eine inhaltliche Diskussion, indem sie persönlich verletzt und ausgrenzt. Und was ist dadurch erreicht? Auf queer.de werden unendliche lange Artikel geschrieben und hunderte Kommentatoren beleidigen sich persönlich. Und ich, der ich dieser Community nur angehöre wegen meiner sexuellen Orientierung, habe das Gefühl da passiert etwas, mit dem ich nichts zu tun habe. Wo ich offensichtlich Jahre der Beleidigungen und Verletzungen verpasst habe. Ich lese MÄNNER nicht weil es mich langweilt. So kann man auch auf schlechten Journalisten reagieren. Und sich vielleicht dem zuwenden, was wichtig ist. Da ist vieles in queeren Welt, was nicht langweilig ist und sehr viel guten Journalismus braucht und noch mehr beieindruckende Aktivisten.

  12. Lieber Johannes Kram,

    ich erkenne Deine Intension. Deine Mahnung, die Schärfe aus den Angriffen gegen Berger zu nehmen, teile ich. Manche Kommentare sind wirklich unterirdisch.
    Aber Kritik an den Äußerungen von DB generell unterbinden zu wollen, das ist doch wohl nicht Dein Ernst?

    DB polarisiert. Spaltet. Wer nicht für ihn ist, ist gegen ihn. Er erfindet immer wieder neue Bezeichnungen, um seine Kritiker lächerlich zu machen, und ist auch noch stolz darauf. Solche Menschen möchte ich nicht um mich haben, es geht nur um ihn und seine Befindlichkeiten.

    Auf die (beweisbaren) Vorwürfe gegen ihn gehst Du überhaupt nicht ein. Das ist schade.
    Herr Berger ist mit der Behauptung an die Öffentlichkeit gegangen, die DAH führt eine Kampagne gegen ihn. Es ist keine Kampagne, es ist ein Statement. Nicht mehr, nicht weniger.

  13. Ich habe den Eindruck, dass sich Leute mit David Berger einen Feind suchen, den sie lange vermisst haben, weil ihnen die Kritik an der Heterosexualität wegen der Homo-Ehe bereits abhanden gekommen ist!

  14. Das ist ein guter Kommentar! Man kann David Berger hart kritisieren, seine Selfieflut schrecklich finden, meinetwegen auch Anzeigen stornieren, aber man darf ihn nicht pesönlich zerstören wollen! Was hat das noch mit Debatte zu tun? Leider sind sich die radiaken Linken mit den vermeintlich Rechtpopulisten ähnlicher als sie denken: Hang zur Dogmatik und autoritärer Politikstil , Schwarz/Weiß-Denken….Schlagen unter die Gürtellinie… Wo bleibt da noch Community? Der Debattenstil verrät den Charakter.

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