WER WIE WAS ist der die das Nollendorfblog?

Das Blog

mischt sich ein für die Gleichstellung Homosexueller und wenn es um Homosexuellenfeindlichkeit in Politik, Gesellschaft und Medien geht.

Mit dem Namen des Blogs borgt es sich etwas vom „Ruhm“ des Nollendorfplatzes in Berlin, der seit über 100 Jahren nicht nur ein Epizentrum der Szene, sondern Schauplatz für die kulturelle und politische Emanzipation von Schwulen und Lesben in Deutschland und darüber hinaus ist.

Das Gebiet um den Nollendorfplatz herum ist auch Zuhause und Schreibplatz des Bloggers. Hier beginnen im Mai 2009 die ersten Geschichten.  Es sind Situationen, die erste Hinweise eines teilweisen Backlashs, also einer Rückwärtsbewegung in der Akzeptanz Homosexueller in Deutschland sichtbar machen. Schon bald aber richtet der Nollendorfblog seinen Blick über den Nollendorfplatz hinaus. Es versucht nun seit fast sieben Jahren, eine gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland zu beschreiben, die hier wenige Jahre später als „Neue Homophobie“ bezeichnet werden wird.

Ziel ist es dabei, die oft widersprüchlichen und komplexen Phänomene dieser Homosexuellenfeindlichkeit zu beschreiben, die längst nicht mehr nur von den „üblichen Verdächtigen“ getragen werden. Homophobie, das bemüht sich dieses Blog zu aufzuzeigen, bedient sich vieler unterschwelliger Mechanismen und Camouflagen, die es zu dekodieren gilt. Sie trägt viele Gesichter, auch die vieler Homosexueller selbst.

Doch es geht nicht nur um Beschreibung, um Aufklärung. Das Nollendorfblog ist selbst aktiv, sieht sich als Teil der queeren Emanzipationsbewegung, und ist doch unabhängig von ihren Institutionen und Gruppen, die es kritisch begleitet. Und, ja: Mit denen es auch oft leidenschaftlich streitet.

Das Nollendorfblog ist Plattform und Ausgangspunkt verschiedener queerpolitischer- und kultureller  Initiativen. U.a. ist es zusammen mit dem  Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen Initiator des Waldschlösschen-Appells gegen Homophobie in den Medien, dessen Verfasser der Nollendorfblogger Johannes Kram ist.  

Das Nollendorfblog war 2016 für den Grimme Online Award nominiert.

Dieses Blog ist kein Mecker-Blog. Es will Mut machen, Perspektiven und Strategien diskutieren, die helfen können, Homophobie und Diskriminierung zu überwinden. Auch, weil es nie nur um Homosexualität  und Homosexuellenfeindlichkeit geht, sondern immer auch um die generellen Muster hinter Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Niemand ist nur Minderheit. Niemand ist nur Mainstream. Wir sind alle anders und wir sind alle gleich.

Johannes Kram

bloggt hier seit 2009. Er ist Autor und Marketingstratege.  Ab Mai 2012 war er einer der Herausgeber des Think Tanks und Medien-Debattenportales vocer.org und verantwortete dort u.a. das Dossier „Homosexualität in den Medien“.

Aktuell wird gerade sein medienkritisches Einpersonenstück Seite Eins – Theaterstück für einen Mann und ein Smartphone, in dem auch viele Themen dieses Blogs verarbeitet wurden,  auf mehren deutschen Bühnen gespielt. Es gibt mittlerweile fünf verschiedene Seite Eins – Inszenierungen, u.a. mit Ingolf Lück und Boris Aljinovic.

Am 27. April 2016 lief anlässlich des 400. Todestag von William Shakespeare auf arte der Theaterfilm „Shakespeares letzte Runde“, dessen Head-Autor Johannes Kram ist.

Weiterführende Links:

Der Waldschlösschen-Appell gegen Homophobie in den Medien

meedia.de-Interview mit Johannes Kram zum Waldschlösschen-Appell: „Der Spiegel hat ein Homo-Tourette-Syndrom

taz-Interview mit Johannes Kram: „Wir wollen sie umarmen“

 

Johannes Kram auf wikipedia 

Homepage von Johannes Kram

Informationen und Kritiken zum Theaterstück Seite Eins

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