Antwort der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen auf die Fragen des Nollendorfblogs zur Fussball-Kampagne

Sehr geehrter Herr Kram,
Anbei die Antworten auf ihre Fragen:


1.) In welcher Weise hat die Senatsverwaltung Einfluss auf den Inhalt des Plakates genommen?
Die Senatsverwaltung hat insofern Einfluss auf die Ausgestaltung der Kampagne, indem sie überprüft, dass die vorgestellten Plakate einen Berlinbezug aufweisen und in ihrer Aussage die heterosexuelle Mehrheitsgesellschaft ansprechen.

2.) Wie und in welchem Ausmaß wird das „Bündnis gegen Homophobie“ direkt oder indirekt mit Steuermitteln unterstützt?
Der LSVD setzt im Rahmen der Initiative Akzeptanz sexueller Vielfalt das von ihm initiierte Bündnis gegen Homophobie weiter um. Dafür werden jährlich 30.000 Euro bereit gestellt.

2.) Falls ja: Wie lässt sich deren Anteil an der Plakatkampagne mit dem Motiv/Claim “Für eine Fussballkultur – So tolerant wie Berlin” bemessen?
Die Plakatkampagnen des Bündnisses werden von den Bündnismitgliedern initiiert und finanziert.

3.) Wie belaufen sich die Kosten von Agenturleistungen für die Gesamtkampagne des „Aktionsbündnisses gegen Homophobie“ und der oben benannten konkreten Plakatkampagne?
Siehe Antwort zu Frage 2; welche konkrete Kosten entstehen sind bei der Bündniskoordination anzufragen.

3.) An welche Zielgruppen richtet sich diese Plakatkampagne und was ist ihr Ziel?
Die Kampagnen des Bündnisses richten sich stets an die heterosexuelle Mehrheitsgesellschaft. Vorrangiges Ziel ist die Sensibilisierung.

5.) Hält die Senatsverwaltung das Plakat für geeignet, diese Zielgruppe(n) anzusprechen und dieses Ziel (diese Ziele) zu erreichen?
Entsprechende Reaktionen auf die Kampagne liegen der Koordination des Bündnisses gegen Homophobie vor. Diese sind dort abzufragen.

8.) Steht der Inhalt und / oder der Zeitpunkt der Plakatkampagne in einem beabsichtigtem Zusammenhang mit dem Projekt “Fussball und Vielfalt” der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld?
Dazu liegt der Senatsverwaltung keine Information vor.

7.) Warum hält die Senatsverwaltung den Lesben- und Schwulenverband Berlin Brandenburg für einen geeigneten Partner für eine solche Kampagne
Gemäß dem Aktionsplan der Initiative Akzeptanz sexueller Vielfalt ist das Bündnis gegen Homophobie fortzuführen. Das Bündnis wurde vom LSVD Berlin-Brandenburg initiiert.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Gille

Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Pressesprecher

(Mail vom 22. August 2014)

2 “Kommentare ”

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