{"id":12090,"date":"2020-09-27T17:45:09","date_gmt":"2020-09-27T15:45:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=12090"},"modified":"2020-12-13T00:10:50","modified_gmt":"2020-12-12T22:10:50","slug":"merz-laschet-kloeckner-und-die-verlaesslichkeit-der-ganz-normalen-homophobie-der-cdu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=12090","title":{"rendered":"Merz, Laschet, Kl\u00f6ckner und die Verl\u00e4\u00dflichkeit der ganz normalen Homophobie in der CDU"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em>\u201eWir verbieten nichts, und wir sperren niemanden ein. Deshalb k\u00f6nnen Sie ruhig und entspannt sein. Aber lassen Sie die Kinder in Ruhe, bitte\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Vladimir Putin \u00fcber Homosexuelle<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Problem an der sehr kurzen Assoziationskette des Friedrich Merz von Schwul bis Kindersch\u00e4nder ist nicht, wie gerade gerne behauptet wird, dass sie ein Weltbild aus dem vergangenen Jahrhundert offenbart. Das Problem ist, dass es das Weltbild von heute ist, dass das Gesagte ziemlich genau dem entspricht, was ein Gro\u00dfteil der Deutschen auf dieselben Fragen und Nachfragen antworten w\u00fcrden, wenn man sie denn fragen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Friedrich Merz verteidigt sich in einem <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_88639258\/friedrich-merz-cdu-im-exklusiven-interview-was-haben-sie-gegen-schwule-.html\">Interview auf t-online<\/a>\u00a0 damit, dass er ja die Frage, ob ein schwuler Bundeskanzler ein Problem sei, ja eindeutig mit &#8222;nein&#8220; beantwortet habe und das deshalb seine anschlie\u00dfende Warnung \u00fcber illegale Handlungen und das Wohl von Kindern nichts mit dem Thema Schwulsein zu tun habe. Das ist das erste, und auch d\u00fcmmste Argument in jedem Homophobie-Bingo: Man habe ja bereits klargestellt, dass man nicht homophob sei, deshalb k\u00f6nnen auch alle weiteren Aussagen nicht homophob gemeint sein.<\/p>\n<p>Das Bekenntnis, nichts gegen Schwule zu haben, ist in Deutschland weitgehend wertlos, weil es hier wie von autokratischen Homosexuellenverfolgern mittlerweile selbst von Rechtsradikalen benutzt wird, um dann anschlie\u00dfend gegen Schwule zu hetzen. Und zwar mit genau dem Aber-Argument, das auch Merz in den Sinn kam: Aber die Kinder! Ob Friedrich Merz bewusst war, dass ihm hier das uralte und besonders in Deutschlands Verfolgungsgeschichte Homosexueller besonders hartn\u00e4ckig gepflegte Ressentiment vom Homo-Kindersch\u00e4nder in den Sinn kam, ist dabei zweitrangig. Man ist nicht homophob, weil man es sein m\u00f6chte, sondern, weil man es ist.<\/p>\n<p><em>\u00a0(F\u00fcr die,\u00a0 die es immer noch nicht begriffen haben: Da Merz, der oft und gerne \u00fcber heterosexuelle Zusammenh\u00e4nge spricht und dabei noch nie auf die Idee kam, im direkten zeitlichen und\/oder urs\u00e4chlichen Zusammenhang eine Kindersch\u00e4nderwarnung auszusprechen, ist quasi auszuschlie\u00dfen, dass es nicht explizit die homosexuelle sexuelle Identit\u00e4t war, die er mit Missbrauch in Verbindung brachte.)<\/em><\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr einen angemessenen Umgang mit Homosexualit\u00e4t und Homophobie ist nicht das Allerweltbekenntnis, sondern die tats\u00e4chliche Auseinandersetzung mit Homosexualit\u00e4t und Homohobievorw\u00fcrfen. Wir reden hier nicht von einem Gender-Studium, sondern von einem Basissatz an Empathie und von f\u00fcnf Minuten Reflexion. Oder, wie Konservative es vielleicht nennen w\u00fcrden: Vom Willen zu Anstand und gesundem Menschenverstand.<\/p>\n<p>W\u00e4re es nicht so homophobietypisch, m\u00fcsste es fassungslos machen, wie der Mann, der n\u00e4chster Bundeskanzler werden m\u00f6chte, sich auch Tage nach seinen \u00c4u\u00dferungen immer noch zum Opfer seines eigenen Tuns macht und zur Abwehr der Homophobievorw\u00fcrfe fast alle zur Zeit g\u00e4ngigen homophoben Narrative bedient.<\/p>\n<p>Spielen wir also mit dem, was Merz auf t-online in seinem Rechtfertigungsinterview sagt, mal wieder das alt-beliebte Homophobie-Bingo. Spoiler-Alarm: Er r\u00e4umt ab in fast allen Punkten:<\/p>\n<ul>\n<li>Er habe ja homosexuelle Freunde.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ja, und das hei\u00dft bitte was?<\/p>\n<ul>\n<li>Er komme ja mit Homosexuellen super aus.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Merz scheint wirklich noch zu denken, Homosexualit\u00e4t sei eine Charaktereigenschaft.<\/p>\n<ul>\n<li>Homosexualit\u00e4t sei Privatsache.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ist es nicht, weil Heterosexualit\u00e4t es auch nicht ist. Au\u00dferdem: Wer das sagt, meint damit fast immer: Homosexualit\u00e4t sollt bitte nicht so sichtbar sein.<\/p>\n<ul>\n<li>Homosexualit\u00e4t sei ein Lebensentwurf.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Homosexualit\u00e4t ist keine Entscheidung! Die Debatte um Konversionstherapien und das daraus resultierende Verbot in Deutschland hat Merz entweder nicht mitbekommen oder nicht verstanden. Oder es ist ihm ganz einfach egal: Dass und warum Homosexuelle darum k\u00e4mpfen mussten, dass man ihren &#8211; wie Merz es nennt: Entwurf &#8211; nicht mit Mitteln der Strafjustiz oder der Psychofolter austreibt.<\/p>\n<p>Aber jeder kann mal in die falsche Wortwahl rutschen. Das ist nicht das Problem, sondern, dass man auch nach vielen Hinweisen und Aufkl\u00e4rungsversuchen anderer und einer Nachdenkm\u00f6glichkeit von mehreren Tagen immer noch nicht begreifen m\u00f6chte, was man da eigentlich gesagt hat. Als ihn die Interviewer auf t-online darauf ansprechen, dass Homosexualit\u00e4t eben keine Entscheidung ist, schaut er diese an wie kleine Jungen, die irgendeine dumme Erkl\u00e4rung auftischen, warum sie nach dem Sandm\u00e4nnchen nicht nicht ins Bett gehen m\u00fcssen. Und sagt: &#8222;Jetzt f\u00e4ngt&#8217;s aber wirklich an, ein bisschen Haarspalterei zu werden. Also wie jemand lebt und welchen Lebensentwurf er hat, ist Privatangelegenheit, so, und das habe ich damit zum Ausdruck gebracht und das kann man nun wirklich nicht mehr missverstehen.&#8220;<\/p>\n<p>Ja, es ist wirklich nicht misszuverstehen: Merz antwortet auf den Einwand, den seine Argumentation als homophob deutlich macht, mit genau dieser homophoben Argumentation. Hierf\u00fcr sind zwei Erkl\u00e4rungen denkbar: Entweder er schreit f\u00f6rmlich danach, endlich unmissverst\u00e4ndlich als homophob verstanden zu werden. Oder er m\u00f6chte seinen edlen Intellekt nicht mit dem Nachdenken \u00fcber Logik im Zusammenhang mit Homosexuellem beschmutzen. Weiter geht&#8217;s:<\/p>\n<ul>\n<li>Er habe doch mit einem Homosexuellen dar\u00fcber gesprochen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn man mit jemandem diskutiert, der nicht darauf verzichten m\u00f6chte, das N-Wort zu benutzen, kommt er fast immer: Der Verweis darauf, mit einem Schwarzen gesprochen zu haben, f\u00fcr den das N-Wort offensichtlich kein Problem sei. Friedrich Merz macht es noch einfacher: In der Verteidigung seiner Aussagen l\u00e4sst er die Information, ob der Schwule, bei dem er daf\u00fcr Absolution gesucht hat, diese auch tats\u00e4chlich erteilt hat, einfach weg. Friedrich Merz sagt, er habe Alexander Voigt, dem Vorsitzenden der Lesben und Schwulen in der Union, in einem Telefongespr\u00e4ch mitgeteilt: &#8222;Passen Sie auf, das ist an keiner Stelle irgendwo b\u00f6sartig gemeint gewesen, wenn&#8217;s auch so interpretiert worden ist, ich hab mit dem Thema kein Problem.&#8220;<\/p>\n<p>Was Alexander Voigt dazu zu sagen hat, sagt er nicht. Voigt hatte zuvor erkl\u00e4rt, er sei ma\u00dflos ver\u00e4rgert dar\u00fcber, dass Merz den \u201eimmer wieder hergestellten, aber nicht vorhandenen Zusammenhang zwischen Homosexualit\u00e4t und P\u00e4dophilie\u201c herstelle. Merz sagt nicht, ob sie \u00fcber Voigts Vorw\u00fcrfe gesprochen haben, ob er in dem Gespr\u00e4ch etwas gelernt oder eingesehen habe. Ja, wie er das schildert &#8211; &#8222;passen Sie auf!&#8220; &#8211; kann es ja gar nicht darum gegangen sein, dass er selbst etwas von seinem Kritiker lernen wollte. Sondern nur, dass dieser lernen sollte, dass seine Kritik unberechtigt ist. Das Argument, das Merz hier macht, ist, das, dass er keins braucht. Beziehungsweise, dass es schon eines ist, mit einem Schwulen gesprochen zu haben.<\/p>\n<p>Aber, wie gesagt: Merz ist nicht aus der Zeit gefallen. Homophobie war lange Jahre Markenkern der Union und auch heute noch sind viele Anh\u00e4nger dankbar, dass die Konservativen schon aufpassen, dass das mit der Homosexuellerei in Deutschland nicht \u00fcbertrieben wird.<\/p>\n<p>Als Merz 1994 f\u00fcr die CDU in den Bundestag kam und zwei Jahre sp\u00e4ter CDU\/CSU-Fraktionsvorsitzender wurde, war der Paragraf 175 gerade erst abgeschafft worden. Die CDU hatte die Abschaffung bis zum Schluss hinausgez\u00f6gert, obwohl sie durch die Wiedervereinigung notwendig geworden war. Wie tief die homofeindlichen Reflexe in der CDU liegen, zeigte sich aber auch danach immer wieder. <em>(Ich habe hierzu im Blog ein <a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?tag=cdu-csu\">ganzes Dossier<\/a> zusammengestellt. Friedrich Merz homophobe Historie gibt es <a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?tag=cdu-csu\">hier<\/a><\/em>). Als 20 Jahre sp\u00e4ter 2014 die Abschaffung des Paragrafen und somit das Ende der Kriminalisierung Homosexueller gefeiert wurde, erkl\u00e4rte ein rheinland-pf\u00e4lzischer CDU-Lokalpolitiker, dass dies kein Grund zum Feiern sei. Nach heftiger Kritik &#8222;entschuldigte&#8220; er sich nach Merz-Manier: &#8222;Ich will niemanden diskriminieren, aber wir haben eine Schutzpflicht f\u00fcr unsere Kinder.&#8220; Eine Provinzposse war das nicht, weil die damalige und heutige rheinland-pf\u00e4lzische CDU-Vorsitzende Julia Kl\u00f6ckner sich zwar nach einigem Druck distanzierte, jedoch auff\u00e4llig sanft. Kl\u00f6ckners Pressesprecher sagte lediglich, dass die &#8222;Meinung des Parteifreundes nicht die Positionen der CDU Rheinland-Pfalz&#8220; sei.&#8220; Eine Position ist kein Grundsatz, schon gar keine Grund\u00fcberzeugung, sondern etwas, was sich jederzeit \u00e4ndern kann.<\/p>\n<p>Besonders ekelhaft \u00e4u\u00dferte sich die immer wieder mit dem Kinder- und Jugendschutz gerechtfertigte Homophobie der Union, als sie 2017 &#8211; also sehr in diesem Jahrhundert &#8211; zwar mit f\u00fcr die Entsch\u00e4digung der Opfer des 175 stimmte, doch in letzter Sekunde auf die Voraussetzung bestand, dass bei einheitlichem Sex unter Homosexuellen mit 16 Jahren ein anderes Schutzalter als bei Heterosexuellen (14 Jahre) zu ber\u00fccksichtigen ist.<\/p>\n<p>Der Union war es also noch 2017 wichtiger, den Eindruck zu erwecken, dass einvernehmliche sexuelle Handlungen unter Homosexuellen anders als bei Heterosexuellen in Gefahr des Missbrauchs sind, statt endlich Opfern im Seniorenalter\u00a0 den Respekt und die Entsch\u00e4digung zuzubilligen, die oft jahrzehntelang unter der von ihr vorangetreibenen Verfolgungspolitik gelitten hatten. Was Homosexuelle betrifft, bleibt sich die CDU ihrer Tradition als T\u00e4terpartei treu. Annegret Kramp-Karrenbauer wurde nicht trotz, sondern auch wegen ihrer Homophobie zur Parteivorsitzenden gew\u00e4hlt und es sagt einiges \u00fcber das Selbstverst\u00e4ndnis der CDU aus, dass vor zwei Jahren ausgerechnet Merz und AKK die beiden F\u00fchrungspersonen waren, denen die Mitglieder am liebsten folgen wollten.<\/p>\n<p>Die CDU heute, und das sagt Friedrich Merz selbst, findet im Gro\u00dfen und Ganzen die Reaktionen der Kritiker seiner Aussagen \u00fcbertrieben und sichtbarer Widerspruch daran hat es au\u00dfer von Homosexuellen in der Partei ja auch kaum gegeben.<\/p>\n<p>Besonders interessant ist hierbei die Position von Armin Laschet, also Merz&#8216; direktem Konkurrenten um den Parteivorsitz, dem man unterstellen muss, in einer Interviewsituation wie der von Merz ziemlich \u00e4hnlich reagiert haben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auf die Aussagen von Merz angesprochen sagte er auf einer Pressekonferenz:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ich will das gar nicht bewerten. &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, warum eigentlich nicht?<\/p>\n<blockquote><p>&#8230; Es spielt im Jahr 2020 wirklich keine Rolle mehr, wer wen liebt. &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>Was ist eigentlich so schwierig daran, in einen solchen\u00a0 Satz ein &#8222;sollte&#8220; einzubauen?<\/p>\n<blockquote><p>&#8230; das ist Konsens in unserer Gesellschaft.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zu Ende gedacht ist auch dieser Satz ohne ein &#8222;sollte&#8220; homophob: Denn weil das mit dem Konsens ja eben nicht stimmt, weil es ja entgegen Laschets Aussage <a href=\"https:\/\/www.antidiskriminierungsstelle.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/publikationen\/Umfragen\/Handout_Themenjahrumfrage_2017.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D3\">erwiesenerma\u00dfen<\/a> doch jede Menge Homophobie gibt, liegt darin auch der Grund, warum Kritiker immer wieder gegen homophobe Aussagen protestieren m\u00fcssen. Doch nach Laschets Logik ist dieser Protest unbegr\u00fcndet: Homosexuelle regen sich demnach auf \u00fcber etwas, das es gar nicht gibt. Und ja, das ist &#8211; genau wie bei Merz &#8211; homophob.<\/p>\n<blockquote><p>&#8230; und das ist auch Konsens in einer modernen Volkspartei.<\/p><\/blockquote>\n<p>nun ja.<\/p>\n<p>In der Sendung \u201eMaischberger\u201c sagte Laschet dann noch, er verstehe die Kritik des (offen schwulen) Gesundheitsministers Jens Spahn, der Merz eine Assoziation von Homosexualit\u00e4t und P\u00e4dophilie unterstellt hatte, meinte aber dann \u00fcber Merz:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch glaube nicht, dass er homophob ist. Das geht zu weit.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Entweder f\u00e4llt Laschet dem homosexuellen Spahn, mit der er als Team f\u00fcr Vorsitz und Vizevorsitz der CDU kandidiert, brachial in den R\u00fccken, indem er widerspricht, dass Merz Homosexuelle mit P\u00e4dophilie assoziiert habe. Oder er gesteht ein, dass Merz diese Assoziation machte, h\u00e4lt sie aber nicht f\u00fcr homophob. Beides ist aus homosexueller Sicht sehr problematisch. Symptomatisch aber auch hier, dass in der CDU fast niemand ein Problem damit zu haben scheint.<\/p>\n<p>Bleibt in der Betrachtung des CDU-Spitzenpersonals noch Julia Kl\u00f6ckner. Die hatte schon in der Aufregung um AKKs Karnevalswitz die Lage aus Sicht der CDU verschlimmbessert, als sie dachte, f\u00fcr die Parteivorsitzende die in Bresche zu springen zu m\u00fcssen. Kl\u00f6ckner verteidigte AKK, in dem sie meinte, es m\u00fcsse auch m\u00f6glich sein, \u00fcber sexuelle Minderheiten Witze zu machen. Das Problem war nur, dass AKKs Verteidigungslinie aus der gegenteiligen Behauptung aufbaute und darauf bestand, sexuelle Minderheiten \u00fcberhaupt nicht gemeint zu haben und allen, die so etwas behaupteten (also eigentlich auch ihre Stellvertreterin Kl\u00f6ckner) B\u00f6sartigkeit unterstellte. In der CDU kann, zumindest wenn es Aussagen zur sexuellen Identit\u00e4t geht, gerne Gegenteiliges behauptet werden, ohne dass die Beteiligten darin Widerspr\u00fcche erkennen m\u00f6chten. Auch Merz hatte seinen Kritiker*innen B\u00f6sartigkeit vorgeworfen. Jetzt hat er das Argumet gewechselt und sagt, er verstehe, wie man auf solche Vorw\u00fcrfe kommt, aber er sei eben falsch verstanden worden. Bei seinen Kritiker*innen entschuldigt hat er sich nat\u00fcrlich nicht f\u00fcr seine boshaft unterstellte B\u00f6srtigkeit.<\/p>\n<p>Auch dieses mal <a href=\"https:\/\/www.queer.de\/detail.php?article_id=37142\">versucht Kl\u00f6ckner<\/a>, ihre Parteifreunde zu verteidigen. Und auch diesmal geht es ziemlich schief:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Weder Friedrich Merz noch Armin Laschet oder Norbert R\u00f6ttgen haben Ansichten aus dem vergangenen Jahrhundert&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8230; denn da hat sie Recht: Die Homophobie in der CDU ist keine Ansicht aus dem vergangenen Jahrhundert. Sie ist eine Ansicht, die auch heute nicht totzukriegen ist.<\/p>\n<p><strong><em>Folgt mir auf <a href=\"https:\/\/twitter.com\/nollendorfblog\">\u00a0Twitter<\/a>, Instagram <\/em><\/strong><strong><em>(<a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/insta_johanneskram\/\">@insta_johanneskram<\/a>) und <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Nollendorfblog-459879804081681\">Facebook<\/a>!<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Mehr zum Thema in diesem Blog:<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=9369\">Homophobie-Angriff auf Klaus Wowereit: Die geistig-moralische Verkommenheit des Friedrich Merz<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?tag=cdu-csu\">Das Homophobie-Dossier von CDU\/CSU<\/a><\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=10358\"><em>Die Homophobie der Annegret Kramp-Karrenbauer<\/em><\/a><\/p>\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n<p><em><strong>Vielen Dank an alle, die dieses Blog mit ihren Beitr\u00e4gen gerade in diesen schweren Zeiten erm\u00f6glichen!\u00a0<\/strong>Als unabh\u00e4ngiges und werbefreies Blog brauchen wir Deine Hilfe. 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