{"id":12175,"date":"2020-12-08T12:58:25","date_gmt":"2020-12-08T10:58:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=12175"},"modified":"2021-01-12T17:20:47","modified_gmt":"2021-01-12T15:20:47","slug":"homophobie-und-rassismus-die-ard-ist-dieter-nuhrs-perfekte-buehne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=12175","title":{"rendered":"Homophobie und Rassismus: Die ARD ist Dieter Nuhrs perfekte B\u00fchne"},"content":{"rendered":"<p>Wie ist es eigentlich m\u00f6glich, dass Dieter Nuhrs homophobe und rassistischen Pointen in der ARD auf so wenig Gegenwehr sto\u00dfen?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst: Die Erkenntnisbereitschaft dar\u00fcber, was eigentlich Homophobie oder Rassismus ist, ist unter ARD Intendant*innen traditionell eher bescheiden. Der noch immer amtierende Intendant des Bayerischen Rundfunks brachte vor einigen Jahren <a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=4309\">das Kunstst\u00fcck fertig<\/a>, eine ARD-Themenwoche zum Thema &#8222;Toleranz&#8220;, die sich u.a. gegen Homophobie und Rassismus wenden sollte, mit einer Plakatkampagne zu bewerben, die u.a. homophob und rassistisch war.<\/p>\n<p>Der heutige Intendant des S\u00fcdwestrundfunks, Kai Gniffke, nutzte im letzten Jahr als damaliger Erster Chefredakteur der ARD, und somit Verantwortlicher \u00fcber die ARD-Nachrichtensendungen, einen seiner seltenen <em>Tagesthemen<\/em>-Kommentare dazu, eine ziemlich <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/clemens-toennies-empoert-mit-rassistischen-aussagen-ueber-afrikaner-a-1280178.html\">rassistische Aussage<\/a> des Schalke 04-Pr\u00e4sidenten Clemens T\u00f6nnies zu bescheinigen, dass diese nicht rassistisch sei. Sein einziges Argument hierbei: Nach allem, was er \u00fcber T\u00f6nnies wisse, wisse er, dass dieser kein Rassist sei: &#8222;Wirklich nicht!&#8220;<\/p>\n<p>Nach Logik des heutigen SWR-Intendanten ist f\u00fcr die Beurteilung einer rassistischen Aussage also nicht deren rassistischer Gehalt entscheidend, sondern die Frage, ob die betreffende Person auf ihn rassistisch wirkt. Dass Rassismus auch und gerade da vorkommt, wo man ihn eben nicht zu wissen glaubt, hatte sich in der ARD &#8211; zumindest bis vor einem Jahr &#8211; bis zum Chef von Deutschlands wichtigster Nachrichtensendung noch nicht herumgesprochen. Dass Rassismus da besonders t\u00fcckisch ist und gerade da auch die Erkl\u00e4rf\u00e4higkeiten von Journalist*innen ben\u00f6tigen w\u00fcrde, scheint dem ehemaligen obersten Nachrichtenmann daher nicht nur nicht in den Sinn zu kommen. Statt Rassismus zu erkl\u00e4ren, verkl\u00e4rt er ihn.<\/p>\n<p>Auf \u00e4hnlich niedrigen Niveau &#8211; wenn es ums Rassismusverstehen geht &#8211; segelt seine Intendantin-Kollegin vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Patricia Schlesinger. Und damit kommen wir zu Dieter Nuhr. Denn nach den <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/CostaCompagnie\/posts\/3675476122515254\">Rassismusvorw\u00fcrfen<\/a> gegen ihn entschuldigte sich Schlesinger zwar f\u00fcr die Unkenntnis des Kabarettisten, der das\u00a0 Buch <em><a href=\"https:\/\/www.hanser-literaturverlage.de\/buch\/was-weisse-menschen-nicht-ueber-rassismus-hoeren-wollen-aber-wissen-sollten\/978-3-446-26425-0\/\">Was wei\u00dfe Menschen nicht \u00fcber Rassismus h\u00f6ren wollen aber wissen sollten<\/a> <\/em>von Alice Hasters in der vom RBB verantworteten ARD-Sendung <em>Nuhr im Ersten <\/em>angegriffen hatte, ohne es zu kennen. Aber den offensichtlichen Rassismus mochte sie nicht verdammen. Zumindest nicht den von Dieter Nuhr. Allen anderen nat\u00fcrlich schon: &#8222;Rassismus hat im RBB unter meiner F\u00fchrung keinen Platz&#8220;, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/rassismusvorwurf-rbb-intendantin-entschuldigt-sich-bei-alice-hasters-und-verteidigt-dieter-nuhr\/26640788.html\">behauptete sie \u00a0<\/a>die Fakten entstellend, da ja gerade genau das Gegenteil der Fall gewesen war: Ihr Sender hatte Dieter Nuhr Sendeplatz einger\u00e4umt, den dieser offensichtlich ungehindert f\u00fcr Rassismus nutzen konnte. Keinen Rassismus im Sender haben zu wollen ist eben etwas anderes, als sich effektiv darum zu k\u00fcmmern, dass dem auch so ist.<\/p>\n<p>Dass sie das aber genau nicht will, also sich wirksam k\u00fcmmern, verr\u00e4t ihre Erkl\u00e4rung, warum sie Nuhrs \u00c4u\u00dferungen nicht beanstanden m\u00f6chte: Sie seien von der Kunstfreiheit gedeckt. Genauso gut h\u00e4tte sie anf\u00fchren k\u00f6nnen, dass Nuhrs \u00c4u\u00dferungen grammatikalisch richtig seien und dazu noch im Einklang mit dem Jugendschutzgesetz. Beides ist ebenso richtig. Tut aber ebenso nichts zur Sache: Dass etwas Kunst sein kann und trotzdem Rassismus, hat Schlesinger ganz offensichtlich nicht so ganz verstanden. Dass es auch nicht darum geht, Nuhr solche Aussagen zu verbieten, sondern ihm das Problematische daran zu vermitteln, offensichtlich auch nicht. Schlesingers Ausgabe w\u00e4re es gewesen, Nuhr Aussagen einzuordnen, aber das kann oder mag sie nicht.<\/p>\n<p>Die Intendantin steht f\u00fcr die rassistischen Aussagen Nuhrs auch deswegen in der Verantwortung, weil diese beim RBB offensichtlich niemand bemerkt hatten. Oder, was noch bedenklicher w\u00e4re: Kein Problem darin sahen. Denn wenn es stimmt, was Schlesinger \u00fcber Nuhr sagt, n\u00e4mlich, dass sie ihn daf\u00fcr sch\u00e4tze, dass dieser &#8222;an Grenzen geht&#8220;, w\u00e4re es ihre Aufgabe, daf\u00fcr zu sorgen, dass es in Dieter Nuhrs Redaktion Leute gibt, die sich an diesen Grenzen zumindest etwas auskennen. Rassismus ist nun mal nicht erst seit gestern eine der Grenzregionen im gesellschaftspolitischen Diskurs und das Buch von Alice Hasters ist einer der Bestseller dazu. Wenn die Verantwortlichen einer der gro\u00dfen deutschen Satiresendungen dar\u00fcber so ahnungslos sind, dass sie den von Nuhr dazu verzapften Mist nicht als solchen erkennen k\u00f6nnen, stimmt da etwas was grunds\u00e4tzlich nicht.<\/p>\n<p>Dieter Nuhr ist in der ARD dauerpr\u00e4sent. Die Sendung <em>Nuhr im Ersten<\/em>, die bis 2015 noch <em>Satiregipfel<\/em> hie\u00df, moderierte er in diesem Jahr bisher 15-mal. Zus\u00e4tzlich zeigte der Sender im Januar sein Live-Programm <em>Dieter Nuhr live<\/em>. Im November durfte er unter dem Motto &#8222;Wie immer Nuhr anders&#8220; ein Special zur ARD-Themenwoche machen. Auch der <em>Satirische Jahresr\u00fcckblick<\/em> der ARD wird von Dieter Nuhr bestritten, die Ausstrahlung ist am 17. Dezember. Die Nuhr-Sendungen werden zudem im Hauptprogramm, in den Dritten und den ARD-Spartensendern wiederholt, alleine dem <em>Satirischen Jahresr\u00fcckblick<\/em> passiert das bis Jahresende sieben mal. Und nat\u00fcrlich ist er h\u00e4ufig Gast in anderen ARD-Formaten.<\/p>\n<p>Warum r\u00e4umt die ARD einen Mann so viel Sendeplatz ein, dessen Spezialit\u00e4t es ist, gegen Minderheiten auszuteilen, ohne gleichzeitig in den dazugeh\u00f6rigen Debatten und Themen auch nur <a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=11215\">rudiment\u00e4re Orientierung<\/a> zu besitzen? Oder, um es mit Dieter Nuhr zu sagen: Der es nicht auf die Reihe bekommt, bei gar <a href=\"https:\/\/nuhr.de\/shop\/tasse\/tasse-wenn-man-keine-ahnung-hat-einfach-mal-fresse-halten\">keine Ahnung einfach mal die Fresse zu halten? <\/a>Und wie konnten Dieter Nuhr ausgerechnet in einem \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender jede Ma\u00dfst\u00e4be abhandenkommen? Wie konnte es etwa passieren, dass er aus seinem Sender selbst dann keinen Gegenwind bekommt, wenn er, wie Ende September 2020 bei <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HxqIHhYPAoo\"><em>Phoenix<\/em><\/a>, <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/53371\/dieter-nuhr-fackeln-im-shitstorm\/\">&#8222;Shitstorms&#8220; in die N\u00e4he von Pogromen<\/a> r\u00fcckt?<\/p>\n<p>Nun, die Antwort ist ziemlich einfach: Dieter Nuhr ist kein Fremdk\u00f6rper in der ARD. Viele ihrer politischen Formate sind in Minderheitenfragen, wenn auch nicht so b\u00f6sartig, aber doch so ahnungslos und fahrl\u00e4ssig wie der Haus-Satiriker. Debatten entgleiten bei den Themen Homophobie und <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/tv-kritik\/tv-kritik-zu-wahlsendungen-franks-horrorshow-15205471.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0\">Rassismus<\/a> in den politischen ARD-Talkshows oft mit Ansage. Der Rollback gegen LGBTI in den letzten zehn Jahren wurde besonders auff\u00e4llig von zwei ARD-Sendungen flankiert: Auf dem H\u00f6hepunkt der Diskussion um die Ehe f\u00fcr alle und den Bildungspl\u00e4nen f\u00fcr Vielfalt waren es die ARD-Formate des Westdeutschen Rundfunks (WDR) <em>Maischberger<\/em> <a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=3149\">(&#8222;Droht die moralische Umerziehung?&#8220;<\/a>) und <em>Hart aber Fair<\/em> mit Frank Plasberg (<a href=\"https:\/\/www.queer.de\/detail.php?article_id=17988\">&#8222;Papa, Papa, Kind: Homo-Ehe ohne Grenzen?&#8220;<\/a>), die mit Entr\u00fcstung gegen LGBTI Stimmung machten.<\/p>\n<p>Dies bedeutet nat\u00fcrlich nicht, dass die ARD-Formate besonders dazu neigen, rassistisch oder homophob zu sein. Es gibt in der ARD auch immer wieder wunderbare und beispielhafte Beispiele daf\u00fcr, wie man angemessen mit Rassismus und <a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=1723\">Homophobie<\/a> umgeht. Das Problem ist ein anderes, n\u00e4mlich das mangelnde Problembewusstsein. Offensichtlich sind viele ARD-Formate mit deren Macher*innen so sehr von ihrer unbestreitbaren Fortschrittlichkeit \u00fcberzeugt, dass es ihnen nicht nur schwerf\u00e4llt, ihre unbewussten oder unbedarften homophoben und rassistischen Denkstrukturen zu hinterfragen, sondern auch mit v\u00f6lligem Unverst\u00e4ndnis reagieren, wenn andere dies tun.<\/p>\n<p>Insbesondere bei Homophobievorw\u00fcrfen an ARD-Programminhalte habe ich in den letzten 11 Jahren immer wieder die Beharrlichkeit von Verantwortlichen erlebt, mit denen man sich erst gar nicht mit den Argumenten solcher Kritik befasst, sondern stattdessen die Kritiker belehrt, wie unsinnig ihre Kritik eigentlich ist.<\/p>\n<p>Als im M\u00e4rz 2018 mein Buch <em>Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber<\/em> erschien, war vor allem das Thema Lachen \u00fcber Schwule in der Presse ein Thema. Etwa hier in einem Interview im <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/queerspiegel\/alltagshomophobie-in-deutschland-witze-ueber-analsex-sind-deutscher-humor-schlechthin\/21040990.html\"><em>Tagesspiegel<\/em><\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Unter dem Vorwand, die Homophobie Putins zu kritisieren, schaffte es Dieter Nuhr, w\u00e4hrend nur eines Auftritts sieben Gags zu machen, die die L\u00e4cherlichkeit von schwulem Sex zelebrieren: f\u00fcnf \u00fcber Analverkehr und drei dar\u00fcber, wie bl\u00f6de Tunten sind. Nicht mal der Witz mit der Seife und den Schwulen unter der Dusche kann er sich verkneifen. Das ist der Klassiker aller 175er -Jokes, der darauf beruht, dass man immer sch\u00f6n aufpassen muss, damit einem der Schwuli nicht einfach seinen Schwanz reinsteckt.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vice.com\/de\/article\/ywqag7\/deshalb-lachen-die-deutschen-immer-noch-so-gerne-uber-homophobe-witze\">In<\/a> <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/kultur\/homophob-doch-nicht-10994958.html\">jedem<\/a> <a href=\"https:\/\/www.siegessaeule.de\/magazin\/4320-johannes-kram-es-wird-immer-selbstverst%C3%A4ndlicher-andere-abzuwerten\/\">einzelnen<\/a> <a href=\"https:\/\/www.watson.de\/leben\/interview\/715491875-eigentlich-ist-es-ganz-einfach-schwulsein-ist-nicht-witzig\">Interview<\/a> hatte ich ausgef\u00fchrt, dass man nat\u00fcrlich auch \u00fcber Schwule lachen darf, dass es aber trotzdem problematisch ist, wenn damit alte Ressentiments fortgeschrieben werden und die Pointe auf L\u00e4cherlichkeit und Abwertung beruht.\u00a0 <em>(Der Text zu Dieter Nuhrs Homophobie aus meinem Buch ist urspr\u00fcnglich <a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=3576\">hier im Blog<\/a> erschienen.)<\/em> Am 3. M\u00e4rz erschien im <em>SPIEGEL<\/em> ein <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-156089328.html\">ganzseitiger Artikel<\/a> \u00fcber die im Buch ge\u00e4u\u00dferte Kritik an <span style=\"font-weight: 400;\">Comedians <\/span>wie J\u00fcrgen von der Lippe und Dieter Nuhr, die sich auch beide im Beitrag \u00e4u\u00dferten und meine Vorw\u00fcrfe nat\u00fcrlich zur\u00fcckwiesen. Mein Argument, dass er f\u00fcr seine schwulenfeindlichen Tiraden Wladimir Putin vorschob, konterte er, in dem er Putin vorschob. Es sei unm\u00f6glich zu \u00fcbersehen gewesen, &#8222;dass ich mich gerade \u00fcber Putins Schwulenfeindlichkeit lustig mache&#8220;, behauptete er. Mein Argument, dass aber nicht \u00fcber die L\u00e4cherlichkeit von Putin, sondern \u00fcber die von Schwulen gelacht w\u00fcrde, ging er nicht ein.<\/p>\n<p>Durch den<em> SPIEGEL<\/em>-Artikel war es gelungen, dass endlich einmal Homophobievorw\u00fcrfe auch beliebter Fernsehstars breiter diskutiert wurden. Es war die T\u00fcr zu einer Debatte ge\u00f6ffnet worden, die auch in der ARD dringend gef\u00fchrt werden m\u00fcsste. Der erste mediale Auftritt Nuhrs nach der <em>SPIEGEL<\/em>-Ver\u00f6ffentlichung war wenige Tage sp\u00e4ter in der beliebten (ARD)-Talkshow <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-7z5Oc2wdP4&amp;t=516s\"><em>K\u00f6lner Treff<\/em> <\/a>im Dritten Programm des WDR, in der der Satiriker von Susan Link befragt wurde.<\/p>\n<p>Und da wurde dann die T\u00fcr dann ganz schnell wieder zugemacht:<\/p>\n<blockquote><p>Susan Link: \u00dcber was kann man eigentlich noch lachen, ohne dass irgendjemand beleidigt ist?<\/p>\n<p>Dieter Nuhr: Das geht gar nicht.<\/p>\n<p>Susan Link: Eben. Und wie geht man da mit um? Muss man sich dann entscheiden irgendwie, oder?<\/p>\n<p>Dieter Nur: Ja, man muss das in Kauf nehmen. Also ich glaube, wir haben heute so ne Emp\u00f6rungsroutine. Die Leute sind ja rituell emp\u00f6rt quasi. Also egal, wor\u00fcber man Witze macht. Ich glaube, man k\u00f6nnte heute Witze machen \u00fcber Steine. Dann gibts wahrscheinlich noch &#8230;<\/p>\n<p>Susan Link: &#8230; ein Steinefreund &#8230;<\/p>\n<p>Dieter Nuhr: &#8230; den Verband der Steinefreunde oder so.<\/p><\/blockquote>\n<p>Um die L\u00e4cherlichkeit der angeblichen total unbegr\u00fcndeten Kritik an Dieter Nuhr zu unterstreichen, erz\u00e4hlt Dieter Nuhr dann, er habe mal einen groben Radfahrerwitz gemacht und dann habe ihm der Radfahrerverband vorgeworfen, er h\u00e4tte zum T\u00f6ten von Radfahrern aufgerufen.<\/p>\n<p>Das stimmt nat\u00fcrlich nicht, im Internet gibt es gar nichts zu Radfahrerverband und Dieter Nuhr aber Susan Link ist trotzdem alarmiert.<\/p>\n<blockquote><p>Susan Link: Aber, lieber Dieter Nuhr, wir lachen jetzt dar\u00fcber. Es gibt nat\u00fcrlich da auch diesen ernsthaften Aspekt: Dass es wirklich schwierig ist, gerade, wenn sie sich politisch \u00e4u\u00dfern, oder wenn es um Religion geht, das haben wir ja in den letzten Jahren auch, an Ihren Namen angeheftet auch miterleben m\u00fcssen, leider, muss ich sagen &#8230;<\/p>\n<p>Dieter Nuhr: &#8230; ja<\/p>\n<p>Susan Link: Muss ja auch erlaubt sein. Meine ich zumindest.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das &#8222;Das wird man doch mal sagen d\u00fcrfen&#8220; muss Nuhr gar nicht aussprechen. Das \u00fcbernimmt die ARD-Kollegin f\u00fcr ihn, die\u00a0 u.a. im <em>ARD-Morgenmagazin<\/em> und als Frank-Plasberg-Vertretung bei <em>Hart aber Fair<\/em> politische Themen moderiert.<\/p>\n<p>Obwohl Dieter Nuhr seit mehreren Jahren mit guten Gr\u00fcnden massiver Kritik ausgesetzt ist, muss er sich in ARD-Talkshows hierzu nicht erkl\u00e4ren, er wird mit den Argumenten dieser Kritik nicht konfrontiert. Stattdessen best\u00e4rken die Moderator*innen ihren ARD-Buddy darin, die Kritiker nicht ernst nehmen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auch als Nuhr in der ARD-Talkshow <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Us1FDaQY0EY&amp;t=333s\"><em>3nach9<\/em><\/a> mit Giovanni Lorenzo im Fernsehprogramm von Radio Bremen zu Gast ist, wird sich minutenlang dar\u00fcber be\u00f6mmelt, dass heute immer alle nur noch beleidigt sind. Nachdem eine Schauspielerin\u00a0 Nuhr sekundiert, indem sie \u00fcber &#8222;beleidigte Leberw\u00fcrste&#8220; r\u00e4soniert, fasst der Moderator zusammen:<\/p>\n<blockquote><p>Giovanni di Lorenzo: Hei\u00dft das auch, dass eine Gruppe, die sich als Minderheit versteht und die oft diskriminiert worden ist, einfach damit leben muss, dass sich andere Leute dar\u00fcber lustig machen?<\/p>\n<p>Dieter Nuhr: Ja. (&#8230;) Erstens glaube ich, dass jeder aushalten muss, dass sich jemand \u00fcber einen lustig macht. Ansonsten: Sie haben mein Buch eigentlich ziemlich kurz zusammen gefasst.<\/p><\/blockquote>\n<p>Di Lorenzo freut sich, alle lachen vergn\u00fcgt. Die notwendige Diskussion ist wieder einmal beendet worden, bevor sie angefangen hat. Auch di Lorenzo hatte sich keine einzige Sekunde die M\u00fche gemacht, zu erkl\u00e4ren, was die Vertreter*innen von Minderheiten hier eigentlich anf\u00fchren. So zu tun, als k\u00f6nnten diese einfach nur nicht vertragen, dass man \u00fcber sie lacht, ist unredlich und bedient, wenn man hier Homosexuelle bei den Minderheiten mitmeint, nat\u00fcrlich im Endeffekt auch homophobe Ressentiments: Dass diese weinerlich sind und schnell beleidigt. Als ob diese nicht damit leben k\u00f6nnten (und es ja auch tagt\u00e4glich tun), dass man auch \u00fcber sie lacht. Als ob diese ohne Grund eine Art Sonderbehandlung f\u00fcr sich einforderten und sich nicht die M\u00fche machten, genau zu begr\u00fcnden, wann und warum bestimmte Pointen ein Problem sind.<\/p>\n<p>Die Minderheiten sollen sich eben nicht so anstellen. Wie soll Dieter Nuhr in einem solchen Umfeld auf die Idee kommen, dass es ein Problem sein k\u00f6nnte, \u00fcber ein Buch \u00fcber Rassismus Witze zu machen, obwohl man es nicht gelesen hat?\u00a0 Und ohne sich die M\u00fche machen zu m\u00fcssen zu verstehen, worum es da eigentlich geht?<\/p>\n<p>Wie soll Dieter Nuhr nicht auf die Idee kommen, dass seine Kritiker im Prinzip entweder weinerlich oder boshaft sind? Oder einfach nur irre?<\/p>\n<p>Warum sollte es ein Problem sein, wenn er Kritik zu Shitstorms deklariert, die er wiederum mit Pogromen vergleicht, wenn seine Eskalationen nicht nur keine Rolle spielen, sondern ihm st\u00e4ndig die Neigung zum Gegenteil attestiert wird? Wie etwa in der Ank\u00fcndigung zur<em> 3nach9<\/em>-Sendung:<\/p>\n<blockquote><p>Er ist das Gegenteil von aufbrausend: Kabarettist Dieter Nuhr nimmt das Weltgeschehen stets besonnen und s\u00fcffisant auseinander und begeistert so sein Publikum seit mehr als drei\u00dfig Jahren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch wenige Wochen nach seiner in Deutschland heftig diskutierten Pogrom-\u00c4u\u00dferung war Nuhr <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iidLXS3Ktf8\">wieder Gast<\/a> bei <em>3nach9<\/em> und wurde \u00fcber eine Viertelstunde lang von Giovanni di Lorenzo zu allem m\u00f6glichen befragt. F\u00fcr Nuhrs j\u00fcngste Provokation war allerdings wieder keine Zeit.<\/p>\n<p>Bei der ARD ist Dieter Nuhr so gut zu Hause, weil er hier fast nur auf Leute trifft, die wie der Meinung sind, die Speerspitze im Kampf gegen Minderheitenfeindlichkeit darzustellen.<\/p>\n<p>Doch hinzu kommt noch etwas anderes.<\/p>\n<p>Viele ARD-Anstalten stehen im Gegensatz zum ZDF traditionell im Verdacht, &#8222;links&#8220; zu sein. In den sp\u00e4ten 1970ern etablierte sich der haupts\u00e4chlich von Unions-Politikern verwendete Kampfbegriff des &#8222;Rotfunks&#8220;, der sich vor allem gehen den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotfunk\">WDR und Radio Bremen<\/a> richtete, aber auch gegen den <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/der_ndr\/unternehmen\/chronik\/Krisengeschuettelt-Der-NDR-in-1970er-Jahren,siebziger118.html\">NDR<\/a> und den Berliner RBB-Vorg\u00e4nger <a href=\"https:\/\/www.maz-online.de\/Nachrichten\/Kultur\/Der-RBB-wird-15-Jahre-alt\">SFB<\/a>. Die medienpolitische Diskussion ist heute eine ganz andere, heute sind die \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten einer\u00a0 \u00a0Rechtsfertigungssituation, in der sie ihre Existenz begr\u00fcnden m\u00fcssen. Die AfD m\u00f6chte ARD und ZDF radikal auf einen &#8222;Grundfunk&#8220; zurechtstutzen und argumentiert dabei vor allem mit einem &#8222;Zweifel an der politischen Objektivit\u00e4t und Unabh\u00e4ngigkeit&#8220; der Anstalten, was nat\u00fcrlich bedeutet: Sie sind der rechtspopulistischen Partei zu links. Aber die Kampfbegriffe &#8222;Staatsfunk&#8220; und\u00a0 &#8222;Zwangsgeb\u00fchren&#8220; kommen <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/21304\/mit-dieser-debatte-ist-kein-staat-zu-machen\/\">nicht nur von ganz rechts<\/a>. Es vermischt sich hier der durch die Digitalisierung enorm <span style=\"font-weight: 400;\">versch\u00e4rfte Interessens- und Verteilungskonflikt<\/span> zwischen privaten und \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien mit dem politischen Unbehagen, wie es vom ehemaligen <em>SPIEGEL<\/em> und heutigen <em>FOCUS<\/em>-Kolumnisten Jan Fleischhauer formuliert wird: Er nennt ARD und ZDF <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/schwarzer-kanal\/der-schwarze-kanal-oeffentlich-gruen-roter-rundfunk_id_11113640.html\">in seiner Kolumne<\/a> &#8222;\u00f6ffentlich-gr\u00fcn-roter Rundfunk&#8220;.<\/p>\n<p>Fleischhauer schreibt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eBritain makes a noise\u201c, sagt der Vater der Brexit-Kampagne, Dominic Cummings, zum Auftakt des fabelhaften Historiendramas \u201eBrexit \u2013 The Uncivil War\u201c, in dem der britische Sender Channel 4 die Hintergr\u00fcnde dieses seltsamen Volksaufstands aufrollt.<\/p>\n<p>Auch die Deutschen machen ein Ger\u00e4usch. Es ist bislang nur ein Grollen in der Ferne, ein Grummeln des Unmuts, das man in den Fernsehanstalten glaubt, ignorieren zu k\u00f6nnen, weil Politik und Verfassungsgerichte ihre sch\u00fctzende Hand \u00fcber den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk halten. Es schl\u00e4gt sich in den Umfragen nieder, in denen eine Mehrheit angibt, man k\u00f6nne bestimmte Wahrheiten nicht mehr offen aussprechen. Es zeigt sich auch in den Erfolgen der AfD, die dem Missmut \u00fcber das Geb\u00fchrenfernsehen den aggressivsten Ausdruck verleiht.<\/p>\n<p>Wie die Sache beim Brexit ausgegangen ist, wissen wir. Hoffen wir, dass den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht ein \u00e4hnliches Schicksal ereilt. Wenn der Brexit eines gezeigt hat, dann dass man auf Dauer das Rauschen des Unmuts nicht \u00fcberh\u00f6ren sollte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mal ganz angesehen davon, ob Fleischhauer hier &#8222;das Rauschen&#8220; beschreibt, oder selbst Teil des Rauschens ist: Der Druck auf die \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender und besonders auf die mehrheitlich als immer noch im Zweifel eher links geltenden ARD-Anstalten ist gro\u00df, nicht den Eindruck zu erwecken, hier d\u00fcrften bestimmte Dinge nicht mehr gesagt werden.<\/p>\n<p>Die ARD k\u00f6nnte sich darum bem\u00fchen zu erkl\u00e4ren, dass das rechte Rauschen der letzten Jahre die Grenzen des in Deutschland Sagbaren in die Richtung verschoben hat, dass sich das Sagbare vergr\u00f6\u00dfert und nicht verkleinert hat. Dass nicht die Diskriminierten durch ihre angeblichen Denk- und Lachverbote die Aggressoren sind, sondern diejenigen, die sie diskriminieren.<\/p>\n<p>Aber das ist schwierig. Viel einfacher ist es, jemanden an vorderster Front zu haben, der sich ebenfalls dann am meisten diskriminiert f\u00fchlt, wenn er es ist, der andere abwertet.<\/p>\n<p>Dieter Nuhr ist hierf\u00fcr die Idealbesetzung.<\/p>\n<div class=\"entry-content\">\n<p><strong><em>Folgt mir auf\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/nollendorfblog\">\u00a0Twitter<\/a>, Instagram\u00a0<\/em><\/strong><strong><em>(<a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/insta_johanneskram\/\">@insta_johanneskram<\/a>) und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Nollendorfblog-459879804081681\">Facebook<\/a>!<\/em><\/strong><\/p>\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n<p><b><i>Mehr zum Thema in diesem Blog:<\/i><\/b><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=11215\"><span style=\"font-weight: 400;\">Kein Witz: Dieter Nuhr m\u00f6chte die Debattenkultur retten<\/span><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=3576\"><span style=\"font-weight: 400;\">Schwulenwitze im \u201eSatiregipfel\u201c: Ist Dieter Nuhr nur ein gro\u00dfes Missverst\u00e4ndis?<\/span><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=8755\"><span style=\"font-weight: 400;\">\u201eAnalverkehr ist der deutsche Witz\u201c \u2013 Warum ich ein Buch \u00fcber Homophobie geschrieben habe.<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entry-content\">\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n<p><em><strong>V<\/strong><\/em><em><strong>ielen Dank an alle, die dieses Blog mit ihren Beitr\u00e4gen gerade in diesen schweren Zeiten erm\u00f6glichen!\u00a0<\/strong>Als unabh\u00e4ngiges und werbefreies Blog brauchen wir Deine Hilfe. 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