{"id":3207,"date":"2014-02-08T16:13:42","date_gmt":"2014-02-08T14:13:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=3207"},"modified":"2019-03-02T11:45:50","modified_gmt":"2019-03-02T09:45:50","slug":"liebes-ioc-es-geht-hier-nicht-um-politik-es-geht-hier-schlicht-und-einfach-um-grundbedingungen-von-zivilisation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=3207","title":{"rendered":"&#8222;Liebes IOC: Es geht hier nicht um Politik. Es geht hier schlicht und einfach um Grundbedingungen von Zivilisation.&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Statt Bloggen II:<\/p>\n<p>Eine Rede f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.queer.de\/detail.php?article_id=20865\">&#8222;Rainbow Flame&#8220;<\/a>, Potsdamer Platz Berlin 07.02.2014<\/p>\n<p>Vorgetragen im Namen der Initiative &#8222;Enough is Enough&#8220; von Alfonso Pantisano.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>&#8230; \u00a0Am 31. August 2013 haben wir bei unserer gro\u00dfen Demonstration vor der Russischen Botschaft ein Versprechen abgegeben. Damals haben wir den Verantwortlichen der Olympischen Spiele und Herrn Putin gesagt: &#8222;Und einen Traum k\u00f6nnen Sie sich abschminken: Dass es so sein wird wie immer! Dass die Proteste leiser werden, wenn die Spiele erst vor der T\u00fcr stehen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>Vor ein paar Monaten haben uns viele noch unverst\u00e4ndlich angeschaut und heute k\u00f6nnen wir den UNO Generalsekret\u00e4r zitieren, der gestern auf der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees gesagt hat:\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Wir alle m\u00fcssen unsere Stimme erheben gegen Attacken gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Intersexuelle Menschen. Wir m\u00fcssen uns gegen die Verhaftungen, Gef\u00e4ngnisstrafen und diskriminierenden Einschr\u00e4nkungen wehren, die ihnen drohen!&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>Danke lieber Ban Ki-Moon. Deswegen haben wir uns heute hier getroffen, denn genau darum geht es heute hier bei der Rainbow Flame in Berlin.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich m\u00f6chte gemeinsam mit Euch alle Sportlerinnen und Sportler gr\u00fc\u00dfen, die gerade in Sotschi die Er\u00f6ffnung der XXII. Olympischen Winterspiele feiern.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr die meisten Sportler ist die Olympiade der H\u00f6hepunkt ihrer Karriere. Es ist oft eines der wichtigsten Ereignisse ihres Lebens. Sie haben jahrelang daf\u00fcr hart trainiert und sie werden es nie vergessen. Liebe Sportlerinnen und Sportler: Wir w\u00fcnschen Euch allen faire und erfolgreiche Spiele.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Wir w\u00fcnschen Euch von ganzem Herzen: Go for Gold und habt bitte die Zeit Eures Lebens!<\/em><\/p>\n<p><em>Jeder von Euch soll sich ganz auf die Wettk\u00e4mpfe konzentrieren k\u00f6nnen!<\/em><\/p>\n<p><em>Damit keine Missverst\u00e4ndnisse aufkommen: Wir erwarten nicht von Euch Sportlern, dass Ihr Euch in Sotschi f\u00fcr andere Sachen stark macht, als die, f\u00fcr die Ihr dort hin gefahren seid!<\/em><\/p>\n<p><em>Aber genau so muss klar sein: Jeder, der das Bed\u00fcrfnis hat, etwas zu sagen<\/em><\/p>\n<p><em>Jeder, der seine Stimme erheben m\u00f6chte f\u00fcr die Menschenrechte, der tut das nicht nur f\u00fcr Schwule, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuelle! Jeder, der ein Zeichen der Solidarit\u00e4t setzt, der tut das f\u00fcr alle Menschen!<\/em><br \/>\n<em>F\u00fcr alle Menschen, die nicht wollen, dass irgendwo auf dieser Welt andere Menschen verfolgt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr alle Menschen, die nicht zulassen, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Und f\u00fcr alle Menschen, die sich nicht damit abfinden wollen, dass ein Ereignis, das den Frieden zum Ziel hat, als Geisel genommen wird f\u00fcr eine Politik des Hasses und der Einsch\u00fcchterung.<\/em><\/p>\n<p><em>Das IOC sagt: Sportler d\u00fcrfen in Sotschi nur w\u00e4hrend der Pressekonferenzen ihre Meinung sagen.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Das IOC sagt, Sportler d\u00fcrfen auf den Podien nach den Wettk\u00e4mpfen keine politischen \u00c4u\u00dferungen machen.<\/em><\/p>\n<p><em>Das IOC sagt, Kritik an der russischen Homo-Verfolgungspolitik sei verboten, da es eine politische \u00c4u\u00dferung sei.<\/em><\/p>\n<p><em>Doch was ist daran politisch? Was ist politisch daran, wenn ich klarstelle, dass Homosexualit\u00e4t eine ganz normale Veranlagung ist und keine ansteckende Krankheit, vor der man kleine Kinder besch\u00fctzen muss?<\/em><\/p>\n<p><em>Ganz im Ernst: Liebes IOC! Ist es etwa auch politisch, wenn ich mich in Sotschi als Sportler hinstelle und sage, dass die Erde rund und keine Scheibe ist? Wollen Sie wirklich sagen, dass es eine Meinungs\u00e4u\u00dferung ist, wenn ich betone, dass wir uns im Jahr 2014 befinden und nicht im Mittelalter?\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Liebes IOC: Es geht hier nicht um Politik. Es geht hier schlicht und einfach um Grundbedingungen von Zivilisation.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Das Auflehnen gegen ein politisches System, das eine Menschengruppe zu einer Gefahr der Gesellschaft erkl\u00e4rt und sie damit der Erniedrigung und Verfolgung preisgibt, hat erst einmal gar nichts mit Politik zu tun Sondern mit Anstand!\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Was in Russland passiert ist eine zivilisatorische Katastrophe. Aber genau so schlimm wie die Katastrophe selber ist die Tatsache, dass eine der wirkungsvollsten internationalen Organisationen wie das Internationale Olympische Komitee alles daf\u00fcr tut, diese Katastrophe zu verharmlosen.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Wie kann man nur auf die Idee kommen, zu behaupten, Homosexuelle w\u00fcrden w\u00e4hrend der Olympischen Spiele nicht diskriminiert, weil die russische Regierung zugesagt habe, dass sie das in dieser Zeit nicht tun werde?<\/em><\/p>\n<p><em>Gestern. Ich betone: gestern noch hat Kosak, der russische Vizeregierungschef versichert:\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Niemand werde diskriminiert. Aber Homosexuelle m\u00fcssten ihre H\u00e4nde von Kindern lassen.<\/em><\/p>\n<p><em>Liebes IOC: wollen sie das nicht verstehen oder k\u00f6nnen sie das nicht verstehen:<\/em><\/p>\n<p><em>Genau das IST die Diskriminierung!<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Niemand werde diskriminiert. Aber Homosexuelle m\u00fcssten ihre H\u00e4nde von Kindern lassen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>Wer eine solche Erkl\u00e4rung durchgehen l\u00e4sst &#8211; egal, ob als Sport-Funktion\u00e4r, als Politiker oder als Kirchenmann &#8211; , wer\u00a0hier nicht klipp und klar sagt, was eine solche Erkl\u00e4rung eigentlich ist (n\u00e4mlich nicht die Verhinderung der Diffamierung, sondern, im Gegenteil: ihre Begr\u00fcndung!), \u00a0liebe Freundinnen und Freunde, wer diesen Unterschied nicht machen kann oder will, der ist Teil dieser Diffamierung.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie oft wurde in den letzten Wochen darauf hingewiesen, dass das russische Anti-Homogesetz ja nur ganz selten angewendet werde! Habt Ihr das nicht auch immer wieder als Argument geh\u00f6rt? Aber was soll uns das sagen? Etwa, dass das Gesetz nicht weiter schlimm ist, solange es nicht viele Verurteilungen dadurch gibt?<\/em><\/p>\n<p><em>Wir kommen hier zu einem Punkt, der uns immer und immer wieder begegnet. Es macht langsam m\u00fcde. Es ist anstrengend. Und es macht auch w\u00fctend, dass wir immer erkl\u00e4ren m\u00fcssen, was Diskriminierung eigentlich ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Nein, es geht nicht darum, ob man LGTBI mag oder nicht mag.<\/em><\/p>\n<p><em>Nein, es geht auch nicht darum, ob man uns \u201enichts tut\u201c, oder ob man uns gar toleriert.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist ganz simpel: Es geht um nichts anderes als Gleichwertigkeit. Wir wollen keine Sonderrechte. Wir wollen auch nicht, das man uns in Schulb\u00fcchern besonders herausstellt. Wir wollen einfach nur stattfinden, wie und wo andere auch.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Das Schlimme ist, dass die, die das verhindern wollen gleichzeitig immer wieder betonen, dass sie uns nicht diskriminieren wollen.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist deshalb notwendig, die Homophobie, Homosexuellenfeindlichkeit nicht nur zu beklagen sondern auch klar zu benennen.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Und deswegen, f\u00fcr alle, die es immer noch nicht verstanden haben: Wer ist homophob?<\/em><\/p>\n<p><em>Erstens: Homophob ist jeder, der sagt Homosexualit\u00e4t sei widernat\u00fcrlich<\/em><\/p>\n<p><em>Zweitens: Homophob ist jeder der sagt, Homosexualit\u00e4t sei eine Entscheidung<\/em><\/p>\n<p><em>Drittens: Homophob ist jeder, der sagt Homosexualit\u00e4t sei \u2013 in Anf\u00fchrungszeichen &#8211; \u201eheilbar\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Viertens: Homophob ist jeder, der sagt, Heterosexuelle Jugendliche k\u00f6nnten zur Homosexualit\u00e4t verf\u00fchrt werden<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcnftens: Homophob ist jeder, der sagt Homosexualit\u00e4t sei eine Beg\u00fcnstigung f\u00fcr sexuellen Missbrauch<\/em><br \/>\n<em>und schlie\u00dflich<\/em><\/p>\n<p><em>Sechstens: Homophob ist jeder, der sagt, die Gleichstellung Homosexueller sei eine Gefahr f\u00fcr die Gesellschaft!<\/em><\/p>\n<p><em>Niemand werde diskriminiert. Aber Homosexuelle m\u00fcssten die H\u00e4nde von Kindern lassen &#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Die russische Anti-Homogesetzgebung beinhaltet alle eben sechs genannten Punkte, die Homophobie definieren.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Selbst wenn niemand jemals aufgrund der Gesetze verurteilt werden w\u00fcrde: Sie bedeuten einen Angriff auf die W\u00fcrde, die Sicherheit und die Freiheit von Millionen Homo- Bi- Trans und Intersexuellen in Russland.<\/em><\/p>\n<p><em>Die russische Regierung definiert Homosexuelle wie gemeingef\u00e4hrliche Schwerverbrecher auf Bew\u00e4hrung!<\/em><\/p>\n<p><em>Doch das Schlimmste ist: Das IOC spielt sich auf wie unser Bew\u00e4hrungshelfer!<\/em><\/p>\n<p><em>Sollen wir doch froh sein, dass wir nicht verhaftet werden! Lieber Thomas Bach, liebe Funktion\u00e4re. Sch\u00e4men sie sich!\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Sch\u00e4men Sie sich, f\u00fcr das was sie Lesben und Schwulen in Russland antun! Sch\u00e4men Sie sich, was sie den Olympischen Spielen, der Olympischen Idee antun.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Sch\u00e4men Sie sich daf\u00fcr, was sie den Sportlerinnen und Sportlern antun, deren Wettk\u00e4mpfe, deren Leidenschaft sie missbrauchen um einem reaktion\u00e4rem System dabei zu helfen, eine Minderheit dem Mob vor die F\u00fc\u00dfe zu werfen.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Und es gibt noch ein Argument, dass wir dauernd h\u00f6ren: Dass wir nicht \u00fcberall auf der Welt die gleichen Ma\u00dfst\u00e4be an Menschenrechte anlegen k\u00f6nnen, wie bei uns. Und dass dann ja sportliche Gro\u00dfveranstaltungen nur noch in ganz wenigen L\u00e4ndern stattfinden k\u00f6nnten. Ja, das stimmt. Genau so, wie es stimmt, dass solche Gro\u00dfveranstaltungen dazu beitragen k\u00f6nnen, Gesellschaften zu \u00f6ffnen und zu liberalisieren.<\/em><\/p>\n<p><em>Doch in Russland ist es genau anders herum: Die Russische Politik der Verfolgung Homosexueller findet nicht trotz, sondern auch wegen der Olympiade statt. Die Gesetze sind erst ein gutes halbes Jahr alt. Nicht zuf\u00e4llig waren sie der Auftakt zu Sotschi. Putin hat diesen Tabubruch gewagt, weil er darauf spekulieren konnte, dass die Spiele deswegen nicht abgesagt werden. Dass sie ihm \u2013 im Gegenteil \u2013 dabei helfen werden, dass das irgendwie durch geht. Und er hatte Recht.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>In ein paar Minuten brennt das Olympische Feuer in Sotschi. Es soll zeigen: Putin hat gesiegt. Er kann sich alles erlauben. Und deshalb sind wir hier.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Nicht nur hier auf diesem Platz Mitten in Berlin, sondern \u00fcberall auf der Welt. Wir sind Lesben, Schwule, Trans-, Inter, Bi und auch Heterosexuelle!\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Wir sagen: Enough is Enough! Staatliche Hetze gegen Menschen darf es nicht geben. Nirgendwo.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Das IOC haben sie mit ihrem Geld gekauft. Aber die Herzen der Sportler, die Herzen der Zuschauer, die k\u00f6nnen sie nicht kaufen. Und wer Lesben und Schwule in Russland angreift, der greift uns alle an.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Es gibt etwas, dass viele Heteros nie verstehen werden. Sie sagen, dass es so etwas wie eine homosexuelle Ideologie g\u00e4be. Aber Homosexualit\u00e4t ist keine Glaubenssache und auch kein Verein wie der ADAC, in den man eintreten, oder \u2013 ganz aktuell \u2013 wieder austreten kann. Nein, es gibt nicht die eine homosexuelle Identit\u00e4t.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Aber trotzdem haben wir alle etwas gemeinsam.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Wir sind alle kleine Small Town Boys oder Small Town Girls. Nein, nicht, weil wir alle vom Dorf kommen. Sondern weil wir aufgewachsen sind in kleinen Hetero-Kosmen, in denen wir in der Regel nicht vorgesehen waren.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>In dieser Situation als Kinder oder Teenager, in denen wir vielleicht das Gef\u00fchl hatten, dass irgendetwas nicht stimmt und vielleicht Angst davor hatten, dass wir es selbst sind, das nicht stimmt &#8211; da war es wichtig &#8211; da war es wichtig zu wissen, oder zumindest zu ahnen, dass es noch mehr gibt, dass es da irgendwo am Ende des Regenbogens eine Welt gibt. Eine Welt, in der wir nicht falsch sind, eine Welt, in der wir uns nicht f\u00fcr das rechtfertigen m\u00fcssen, was wir sind.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr nicht wenige war und ist diese Ahnung, dieses Wissen sogar \u00fcberlebenswichtig.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Egal ob wir es wagen oder nicht: Das Coming Out ber\u00fchrt eine existentielle Erfahrung und oft auch eine existentielle Angst. Egal, ob wir uns als Teil einer Bewegung, einer Community sehen: Uns eint, dass wir uns alle unter vielen Heteros bewegen, die nie verstehen werden, was diese Erfahrung bedeutet. Das macht uns nicht zu besseren, stolzeren oder kl\u00fcgeren Menschen. Das macht uns nicht zu Helden und mutigen K\u00e4mpfern f\u00fcr unsere gemeinsamen Rechte.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Aber:\u00a0Wir wissen alle, um was es geht. Wir wissen, was es heisst, unsere Gef\u00fchle zu verstecken in Situationen, in denen das f\u00fcr gleichaltrige Hetero-Freunde kein Thema war. Wir wissen, wie es ist, \u00fcber Witze zu lachen, die uns nicht gefallen. Wir wissen, warum wir nicht H\u00e4ndchen halten, auch wenn es andere tun.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Und deshalb wissen wir, um was es in Russland geht. Und deswegen ist der Angriff auf Homosexuelle in Russland ein Angriff auf uns.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Liebe Trans-, Bi- und Intersexuelle, liebe Lesben und Schwule: Der Regenbogen l\u00e4sst sich nicht verbieten. Wir wissen: Liebe ist keine Propaganda! Love is not for Propag\u00e4nda!<\/em><\/p>\n<p><em>Wir haben unsere Botschaft in ein Lied gepackt. In ihm geht es darum, dass jede Sekunde irgendwo auf der Welt eine neue Liebe entsteht. Niemand kann sich wehren gegen diese Gef\u00fchle. Doch es gibt Menschen, die sagen, dass unsere Liebe nur eine Entscheidung ist, etwas, das wir uns nur aussuchen, um viel L\u00e4rm zu machen, um aufzufallen. Sie sagen uns, dass unsere Liebe gegen die Natur ist. Und trotzdem sagen sie uns, sie haben nichts gegen uns, wir d\u00fcrfen so sein wie wir sind. Aber wenn wir uns dann \u00f6ffentlich k\u00fcssen, dann sind es wir, die zu weit gegangen sind. Und nicht sie.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Liebe Freundinnen und Freunde. Wir haben es mit diesem Song geschafft, die strenge russische Gesetzgebung zu unterlaufen, nach der eine solche Botschaft zur verbotenen Homo-Propaganda geh\u00f6rt. Der Titel mit seiner klaren Aussage ist jetzt gerade im russischen iTunes-Store erh\u00e4ltlich &#8211; und das &#8211; inklusive des Covers, auf dem das Logo und der Schriftzug unserer Rainbow Flame abgebildet ist.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Oppression must surrender<\/em><br \/>\n<em>Love is not for propaganda!<\/em><br \/>\n<em>Lovers are not the ones to blame<\/em><br \/>\n<em>Join us to protect the flame!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Statt Bloggen II: Eine Rede f\u00fcr die &#8222;Rainbow Flame&#8220;. &#8222;Die russische Regierung definiert Homosexuelle wie gemeingef\u00e4hrliche Schwerverbrecher auf Bew\u00e4hrung! 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