{"id":3630,"date":"2014-04-16T20:16:46","date_gmt":"2014-04-16T18:16:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=3630"},"modified":"2019-03-02T12:33:21","modified_gmt":"2019-03-02T10:33:21","slug":"heute-show-fuer-den-queeren-medienpreis-eingereicht-nicht-nur-gut-gemeint-sondern-auch-gut-gemacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=3630","title":{"rendered":"&#8218;heute show&#8216; f\u00fcr den queeren Medienpreis eingereicht. &#8222;Nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht!&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Die &#8222;heute show&#8220; ist nun offiziell Kandidat f\u00fcr den den queeren Medienpreis des Bundesverbandes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen. Nachdem viele Leser, Leserinnen und Gruppen sich der <a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=3519\">Initiative dieses Blogs<\/a> angeschlossen haben, die ZDF-Sendung f\u00fcr den diesj\u00e4hrigen Felix-Rexhausen-JournalistInnenpreis vorzuschlagen, haben wir gestern das offizielle Einreichungsschreiben an den Verband geschickt.<\/p>\n<p>Wir sind der Meinung, dass die Macher dieser Sendung die Auszeichnung verdient haben. Wir denken aber auch, dass eine Verleihung des Preises an die &#8222;heute show&#8220; ein wichtiges Zeichen setzen kann: Eine angemessene mediale Aufarbeitung von Themen, die besonders Lesben, Schwule und Bisexuelle betreffen, ist auch in den Mainstream-Medien m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Zu den Unterst\u00fctzerInnen geh\u00f6rt u.a. die Initiative \u201cEnough is Enough\u201d auf deren Webpr\u00e4senz dar\u00fcber diskutiert und abgestimmt wurde, <a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=3600\">welcher konkrete Beitrag des TV-Formates den Zielen des Preises am besten gerecht wird<\/a>. Als Ergebnis haben wir deshalb einen Beitrag der \u201cheute-show\u201d eingereicht, der am 13.09.2013 im ZDF ausgestrahlt wurde:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=UtOp0dbJyOA\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3625 alignnone\" src=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Bildschirmfoto-2014-04-16-um-19.57.13.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2014-04-16 um 19.57.13\" width=\"155\" height=\"132\" srcset=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Bildschirmfoto-2014-04-16-um-19.57.13.png 431w, https:\/\/www.nollendorfblog.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Bildschirmfoto-2014-04-16-um-19.57.13-300x255.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 155px) 100vw, 155px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier der Wortlaut der<\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung: Einreichung des &#8218;heute show&#8216; -Beitrages\u00a0<\/strong><strong>&#8222;Homo Laber \/ Angela Merkels Bauchgef\u00fchl&#8220;\u00a0<\/strong><strong>f\u00fcr den Felix-Rexhausen-JournalistInnen-Preis 2014:<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Der Felix-Rexhausen-Preis hat sich zum Ziel gesetzt, &#8218;besonderes publizistisches Engagement bei der Berichterstattung \u00fcber Lesben, Schwule und Bisexuelle&#8216; zu w\u00fcrdigen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der eingereichte Beitrag der &#8218;heute show&#8216; ist genau das.<\/em><\/p>\n<p><em>In der Medienberichterstattung \u00fcber den Bundestagswahlkampfes 2013 wurde das Thema \u201cGleiche Rechte f\u00fcr Homosexuelle\u201d kaum oder gar nicht, und wenn dann meist oberfl\u00e4chlich und verzerrt aufbereitet. Insbesondere die Art, wie mit Ressentiments gegen Homosexuelle Wahlkampf gemacht wurde, wurde von Mainstream-Medien kaum wahrgenommen (oder nur schwer wahrnehmbar thematisiert).<\/em><\/p>\n<p><em>In dieser Situation ist der &#8218;heute show&#8216; gelungen, was in anderen Formaten vermisst wurde: Ein besonders publizistisches Engagement. Nicht f\u00fcr Lesben, Schwule und Bisexuelle, sondern f\u00fcr eine angemessene Aufbereitung eines f\u00fcr sie wichtigen Themas.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8218;Angemessen&#8216; in dem Sinne, dass Argumentationsstrukturen der Gleichstellungs-Gegner hinterfragt und analysiert wurden. &#8218;Angemessen&#8216; aber auch, weil sie es schafften, die dahinter stehenden Strategien nicht nur zu entlarven, sondern auch verst\u00e4ndlich darzustellen. Das war Aufkl\u00e4rung im besten Sinne. Dazu nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht, handwerklich wie auch intellektuell.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr diesen Ausschnitt spricht auch, dass er nicht alleine, sondern f\u00fcr viele \u00e4hnliche Beitr\u00e4ge der Sendung auf \u00e4hnlich hohem Niveau steht.<\/em><\/p>\n<p><em>Die \u201cheute show\u201d hat sich in den letzten Jahren unbeirrbar, deutlich und clever wie kein anderes Mainstream-Medium an homophoben Entgleisungen in Politik, Medien und Gesellschaft abgearbeitet.<\/em><\/p>\n<p><em>Ihr ist dabei ein Blick gelungen, der auch auf viele andere Medien und Medienmacher ausstrahlt, ein Blick, der f\u00fcr Homosexuelle genau wie f\u00fcr &#8218;Nicht-Homosexuelle&#8216; nachvollziehbar ist. F\u00fcr die Macher der Sendung ist die Berichterstattung \u00fcber Lesben, Schwule und Bisexuelle offensichtlich kein Nischenthema, sondern eines, dass Gerechtigkeit und Glaubw\u00fcrdigkeit in der Politik generell ber\u00fchrt.<\/em><\/p>\n<p><em>So stellt sich das Format im Sinne des &#8218;Waldschl\u00f6sschen Appells gegen Homosexuellenfeindlichkeit ihn den Medien&#8216; nicht auf die Seite &#8218;der&#8216; Homosexuellen sondern zeigt, dass es eben keine &#8218;Seiten&#8216; geben kann, wenn Menschenrechte verletzt und Menschen diskriminiert werden. Und all das klug und unterhaltend zugleich.<\/em><\/p>\n<p><em>Hinzu kommt noch ein Aspekt, der auf den ersten Blick &#8218;unjournalistisch&#8216; erscheint, und doch ein grunds\u00e4tzliches Missverst\u00e4ndnis aufzeigt, von dem weite Teile der Berichterstattung \u00fcber Lesben, Schwule und Bisexuelle gepr\u00e4gt sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Denn die &#8218;heute show&#8216; hat eine Frage beantwortet, auf die es in Deutschland bisher keine \u00fcberzeugende Antwort zu geben schien:<\/em><\/p>\n<p><em>Ja, man darf nicht nur \u00fcber Homosexuelle lachen, man kann, und wahrscheinlich muss man es auch. Es geht nicht um das &#8218;Ob&#8216; sondern um das &#8218;Wie&#8216;, &#8218;Warum&#8216; und &#8218;Wer&#8216;. Homosexuelle k\u00f6nnen \u00fcber sich selbst lachen, und sie k\u00f6nnen gut damit leben, wenn andere das tun und es dabei nicht &#8218;political correct&#8216; sondern auch mal &#8218;b\u00f6se&#8216; zugeht. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass sie sich den Respekt der Lachenden sicher sein k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dass das m\u00f6glich ist, hat die &#8218;heute-show&#8216; gezeigt.&#8220;<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>\u2666<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u201cheute show\u201d hat sich in den letzten Jahren unbeirrbar, deutlich und clever wie kein anderes Mainstream-Medium an homophoben Entgleisungen in Politik, Medien und Gesellschaft abgearbeitet. 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