{"id":9232,"date":"2018-10-12T15:47:38","date_gmt":"2018-10-12T13:47:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=9232"},"modified":"2020-01-19T12:55:40","modified_gmt":"2020-01-19T10:55:40","slug":"erste-politikerin-gegen-folter-partnerland-malaysia-gruene-queerpolitische-sprecherin-stellt-sich-gegen-messe-berlin-2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=9232","title":{"rendered":"&#8222;B\u00fcndnis gegen Homophobie&#8220;: Wie der Berliner LSVD gegen die eigene Community k\u00e4mpft"},"content":{"rendered":"<p>Die Macht des Berliner LSVD ist nicht darin begr\u00fcndet, dass er viele Mitglieder hat, dass er viele Leute auf die Stra\u00dfe bringt, oder dass er etwa gute Ideen oder ein gutes H\u00e4ndchen hat, wenn es darum geht, die Interessen der Community zu vertreten, All dies hat der LSVD Berlin Brandenburg nicht n\u00f6tig. Denn seine Macht liegt einzig darin begr\u00fcndet, dass er Macht hat und sie verteidigt, dass er Geld einsammelt, das eigentlich der Community zur Verf\u00fcgung stehen sollte weil er sich darauf spezialisiert hat so zu tun, als sei er die Community, so als ob das, was er tut, der Community n\u00fctzen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Ich kenne keine Berliner LGBTI-Organisation, die nicht dar\u00fcber klagt, dass der LSVD vor allem darauf aus ist, alle guten Ideen und Initiativen in der Szene entweder zu verhindern oder in irgendeine Weise f\u00fcr sich zu kapern. Aber nicht, um diese dann gro\u00df rauszubringen. Der LSVD ist eine Heuschrecke, die alles drum herum abgrast, nur um selbst immer fetter zu werden. Doch fast nichts, was der LSVD BB macht ist darauf ausgerichtet, etwas zu bewirken. Es geht darum, der Politik (von der er daf\u00fcr bezahlt wird) und der Wirtschaft (die ihn darin unterst\u00fctzt) Bilder daf\u00fcr zu liefern, dass etwas passiert. Das politisch Schlimme aus Sicht der Szene daran ist: Von einer Organisation, die eigentlich daf\u00fcr gegr\u00fcndet worden ist, die Interessen der Community gegen\u00fcber der Politik zu vertreten, ist er zum Gegenteil geworden, also zu einer Organisation, die die Interessen der Politik gegen\u00fcber der Community vertritt.<\/p>\n<p>Die Politik, also hier vor allem der Berliner Senat, hat seine Homo-Politik zu weiten Teilen an den LSVD BB outgesourced. Der LSVD wird (nat\u00fcrlich nicht offiziell aber de facto) daf\u00fcr bezahlt, dass er die Community f\u00fcr den Senat planbar macht. Nat\u00fcrlich bekommt er daf\u00fcr kein Geld, sondern nur f\u00fcr ganz konkrete Projekte. Kritiker werfen dem Verband aber hinter vorgehaltener Hand vor, dass er so viele Kapazit\u00e4ten f\u00fcr den Erhalt und den Ausbau der eigenen Machtstruktur abzweigt, dass es bei den Projekten hakt, und das vor allem bei angemessenen Arbeitsbedingungen der eigenen MitarbeiterInnen.<\/p>\n<p>Wie schlimm die Zust\u00e4nde dort offensichtlich sind, zeigt ein seit langem schwelender Konflikt um prek\u00e4re Arbeitsverh\u00e4ltnisse, der Anfang diesesn Jahres \u201eeinen neuen Tiefpunkt\u201c erreichte, wie Bernard Coda<a href=\"https:\/\/direkteaktion.org\/lsvd-berlin-zerlegt-belegschaft\/https:\/\/direkteaktion.org\/lsvd-berlin-zerlegt-belegschaft\/\"> im Februar schrieb<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>\u201e2018 verliert der Verein zwei Drittel seiner Mitarbeiter*innen: Sie wurden vor die T\u00fcr gesetzt oder sind aus Frust \u00fcber die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung selbst gegangen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Wer versucht, Licht in die verworrenen Entscheidungs- und Geldstrukturen beim LSVD zu bringen, wird leicht Gegenstand von Diffamierung, was ich selbst erlebt habe.<\/p>\n<p>Als ich 2014 eine Pressenanfrage an den LSVD BB zu den finanziellen Hintergr\u00fcnden einer &#8211; wie ich fand &#8211; fragw\u00fcrdigen Plakatkampagne des \u201eB\u00fcndnisses gegen Homophobie\u201c stellte, wurde diese nicht beantwortet. Der Verband ver\u00f6ffentlichte aber eine Art offenen Brief, in dem er seine Nicht-Antwort an mich damit begr\u00fcndete, dass dieser Blog ja nur ein \u201eHobby Blog\u201c sei, und ich ja dar\u00fcber hinaus \u201ebereits seit l\u00e4ngerem durch wenig seri\u00f6se Berichterstattung aufgefallen\u201c sei. Womit, wie der Brief nahelegt, vor allem meine kritische Berichterstattung gemeint sein musste.\u00a0 <em>(Hier eine Zusammenfassung der damaligen Ereignisse durch den Bloggerkollegen Rainer H\u00f6rmann:<a href=\"https:\/\/samstagisteingutertag.wordpress.com\/2014\/09\/04\/unertragliche-arroganz-der-lsvd-findet-schwulen-blogger-unprofessionell-weil-man-selbst-professionell-die-verwendung-von-geldern-verschweigen-mochte\/https:\/\/samstagisteingutertag.wordpress.com\/2014\/09\/04\/unertragliche-arroganz-der-lsvd-findet-schwulen-blogger-unprofessionell-weil-man-selbst-professionell-die-verwendung-von-geldern-verschweigen-mochte\/\"> &#8222;Unertr\u00e4gliche Arroganz \u2013 Der LSVD findet schwulen Blogger unprofessionell (weil man selbst professionell die Verwendung von Geldern verschweigen\u00a0m\u00f6chte&#8220;<\/a>)<\/em><\/p>\n<p>Ja, ich hatte tats\u00e4chlich gewagt, die Kampagne, deren finanzielles Zustandekommen ich recherchieren wollte, vorab inhaltlich zu kritisieren. Dies kollidierte mit der Auffassung von Meinungsfreiheit des LSVD BB, die dieser den Journalisten zubilligen m\u00f6chte, denen er Auskunft zu erteilen bereit ist: \u201eEin Journalist h\u00e4tte jedoch zun\u00e4chst eine Rechercheanfrage gestellt, um im Anschluss einen Artikel zu verfassen.\u201c Der LSVD teilt also mit: Wer schon mal einen (negativen) Meinungsartikel verfasst hat, darf anschlie\u00dfend nicht mehr \u00fcber das gleiche Thema schreiben. Beziehungsweise: Wenn er es doch tut, ist er kein seri\u00f6ser Journalist, der Anrecht auf Informationen hat. Ich betriebe diesen Blog seit fast zehn Jahren und habe vielf\u00e4ltige Presseanfragen an alle m\u00f6glichen Institutionen gestellt. Nat\u00fcrlich kommt es wieder immer wieder vor, dass Pressestellen versuchen, sich um verwertbare Informationen zu dr\u00fccken. Dass aber die Auskunft verweigert wird, weil man vorab kritisch geschrieben hat, habe ich selbst bei der AfD noch nicht erlebt. Ich wei\u00df, dass es auch beim Berliner LSVD Leute gibt, denen das damals mehr als peinlich war und ich wei\u00df, dass es auch heute noch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort gibt, die einen guten Job machen, die es vor allem auch f\u00fcr die Sache machen, die es verdient h\u00e4tten, dass man sie dabei unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Warum mauert ausgerechnet gerade ein Verband, der sich angeblich der Community verpflichtet f\u00fchlt? Wo ist das Problem, \u00fcber den Einsatz der zur Verf\u00fcgung stehenden Gelder Auskunft zu erteilen?<\/p>\n<p>Einer der Gr\u00fcnde ist offensichtlich, dass sich der LSVD \u00fcber die Jahre mit dem sogenannten \u201eB\u00fcndnis gegen Homophobie\u201c ein Machtinstrument aufgebaut hat, dass es ihm besonders leicht macht, Gelder f\u00fcr ihm genehme Kampagnen und Aktivit\u00e4ten locker zu machen, ohne daf\u00fcr \u00f6ffentlich, oder zumindest in einem durch die Community irgendwie auch nur halbwegs legitimierten Gremium, dar\u00fcber Rechenschaft abzugeben.<\/p>\n<p>Das \u201eB\u00fcndnis gegen Homophobie\u201c ist laut Eigenauskunft ein Zusammenschluss Gesellschaftlicher Organisationen und Institutionen aus den Bereichen aus den Bereichen, Sport, Kultur und Wissenschaft. Auf der Homepage hei\u00dft es:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eMittlerweile z\u00e4hlt das B\u00fcndnis gegen Homophobie \u00fcber 100 Unternehmen, Organisationen und Vereinigungen aus Berlin zu seinen Mitgliedern.<\/p>\n<p>(&#8230;)<\/p>\n<p>An der Gr\u00fcndungsveranstaltung nahmen neben Berlins Regierendem B\u00fcrgermeister Klaus Wowereit u.a. Berlins Polizeipr\u00e4sident Dieter Glietsch, der Vorsitzende der Repr\u00e4sentantenversammlung der J\u00fcdischen Gemeinde zu Berlin, Michael Joachim, und der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, teil. Initiator des B\u00fcndnisses ist der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. Dem B\u00fcndnis geh\u00f6ren u. a. die Deutsche Bank und die SAP AG, die Akademie der K\u00fcnste und die Deutsche Oper, der Deutsche Fu\u00dfball-Bund e.V. und Hertha BSC, der Landessportbund und der Deutsche Gewerkschaftsbund an.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Tragische ist, dass diese Organisationen wohl alle der Meinung sind, mit ihrem Engagement die Community in ihrem Engagement gegen Homophobie zu unterst\u00fctzen. Tats\u00e4chlich aber unterst\u00fctzen sie wohl mehr oder weniger einen einzigen Verband in seinem Engagement gegen die Community. Denn das B\u00fcndnis ist organisatorisch und finanziell beim LSVD angesiedelt und dieser versucht, jedes bestehende Engagement in der Community klein zu bekommen, oder es zum Teil einer LSVD-Kampagne zu machen.<\/p>\n<p>Das \u201eB\u00fcndnis gegen Homophobie\u201c st\u00e4rkt also nicht den Kampf gegen Homophobie, es schw\u00e4cht sie. Es gibt in Berlin so viele gute Initiativen, die dringend Geld ben\u00f6tigten, diese aber nicht bekommen, weil sie sich aus gutem Grund nicht zum Teil der Selbstdarstellung des LSVD BB machen wollen. Stattdessen ballert der LSVD Geld f\u00fcr<a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=4083\"> Gaga-Kampagnen<\/a> raus, die vor allem das Ziel haben, seine eigene Sichtbarkeit weiter zu erh\u00f6hen, seine Macht also weiter auszubauen.<\/p>\n<p>Wie dieser von den Interessen der Community v\u00f6llig losgel\u00f6ste Geltungsanspruch in der Praxis funktioniert, zeigte sich besonders widerlich nach dem Anschlag in Orlando im Sommer 2016. Als die AktivistInnen Ryan Stecken und Margot Schl\u00f6nzke sich darum bem\u00fchten, das Brandenburger Tor in den Regenbogenfarben zu beleuchten um eine angemessene Form der Trauer zu erm\u00f6glichen (der LSVD BB hatte hierzu wiedermal nur eine mehr oder weniger PR-Aktion oder nennenswerte Einbindung der Community veranstaltet), versuchte der Verand sich auch als Initiator dieser Aktion darzustellen. Zwar hatte der Verband nie behauptet, Mit-Organisator der Mahnwache zu sein. Und doch tat er alles daf\u00fcr, dass es so aussah.<\/p>\n<p>Schl\u00f6nzke und Stecken hatten die Mahnwache bewusst nicht in Kooperation sondern als Erg\u00e4nzung zur der des LSVD initiiert, auch weil sie sich um eine bessere Ansprache der Community bem\u00fchen wollten. Das hielt den Verband aber nicht davon ab, die Trauer um die Toten von Orlando zu einer perfiden Desinformation zur eigenen Selbstdarstellung zu nutzen. Er verschickte nicht nur eine eigene Pressemitteilung zur Mahnwache, die nicht mit den VeranstalterInnen abgesprochen war. Er \u201everzichtete\u201c auch darauf, diese zumindest namentlich zu nennen, so dass Medien diese als Ansprechpartnerinnen h\u00e4tten wahrnehmen k\u00f6nnen. Stattdessen f\u00fchrte die Organsiation nur ihren eigenen Pressekontakt auf, was dazu f\u00fchrte, dass die meisten Medien selbstverst\u00e4ndlich davon ausgingen, dass es irgendwie doch eine LSVD-Veranstaltung war, der dieser damals immense Zuspruch gelang.<\/p>\n<p>Als dann (wie offensichtlich von LSVD beabsichtigt) in der Presse bereist bereits Stunden vor der Mahnwache geschrieben wurde, dieser sei Mitinitiator (und da keine anderen Initiatoren genannt wurden, sag es so aus, er w\u00e4re der eigentliche Initiator), wurde der Verband durch Stecken und Schl\u00f6nzke unmissverst\u00e4ndlich aufgefordert, dies klarzustellen. Dies w\u00e4re ganz einfach gewesen, er h\u00e4tte einfach nur kurz gegen\u00fcber der Deutschen Presseagentur klarstellen m\u00fcssen und h\u00e4tte somit verhindern, dass die Falschinformation in bundesweiten und regionalen Leitmedien weiter verbreitet wurde. Aber trotz des Wissens darum und dem eindringlichen Dr\u00e4ngen und Bitten der Veranstalterinnen (noch vor 17.00 Uhr, also \u00fcber vier Stunden vor Beginn) hat er sich dem verweigert. Selbst bei einem Totengedenken denkt der LSVD Berlin Brandenburg ganz offensichtlich ausschlie\u00dflich an sich selbst.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, diese Auflistung der Ereignisse erscheint kleinlich und\u00a0 nat\u00fcrlich m\u00fcsste es ja eigentlich egal sein, wer eine Veranstaltung organisiert hat, denn schlie\u00dflich geht es ja um die Sache. Das Problem ist nur, dass diese Community dringend mehr starke Vielfalt und mehr erfolgreiches Eigenengagement braucht. Und dazu geh\u00f6rt auch die Sichtbarkeit, das Sich-Ausprobieren-K\u00f6nnen anderer Teile der Community. Aber genau dieser Einsatz wird durch den LSVD immer wieder erschwert und oft auch zerst\u00f6rt. Er ist kein Erm\u00f6glicher, sondern ein Verhinderer. Die Geschichte der Orlando-Mahnwache ist hierf\u00fcr nur ein Beispiel, aber ein gutes, da es zeigt, wie schamlos der Verein vorgeht. Und wie n\u00f6tig er das offensichtlich hat.<\/p>\n<p>Denn vor allem aber schm\u00fcckte er sich hier mit fremden Federn ganz bewusst bei einem Ereignis, das er selbst aus mangelndem R\u00fcckhalt und inhaltlicher N\u00e4he zur Community nie selbst hinbekommen h\u00e4tte. Gerade weil ihm alles fehlte, was den \u00fcberw\u00e4ltigenden Erfolg dieser Aktion ausmachte (angemessene Ansprache, wirkungsvolle Kommunikation, kreative Dramaturgie, glaubw\u00fcrdige Sensibilit\u00e4t, eine von der Community getragene Umsetzung und nicht zuletzt: ihrer politischen Unabh\u00e4ngigkeit) war es ihm wohl so wichtig in den Augen seiner Geldgeber all das vort\u00e4uschen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Von dem breiten Hass, der dem LSVD durch diese wie durch viele andere Rumtricksereien in der Vergangenheit aus der Community entgegenschl\u00e4gt, haben wohl die Geldgeber des \u201eB\u00fcndnisses gegen Homophobie\u201c nicht viel mitbekommen. Das B\u00fcndnis wird m\u00e4chtiger und so auch der LSVD BB. Im Mai wurde \u00f6ffentlichkeitswirksam verk\u00fcndet, dass nun auch die Berliner Charit\u00e9e dazu geh\u00f6rt. Queer.de schrieb:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die Charit\u00e9 steht f\u00fcr Vielfalt. Identit\u00e4t und Identifikation m\u00f6chten wir explizit st\u00e4rken&#8220;, erkl\u00e4rte Prof. Dr. Karl Max Einh\u00e4upl, Vorstandsvorsitzender der Charit\u00e9, anl\u00e4sslich des Beitritts. &#8222;Mit dem B\u00fcndnisbeitritt wollen wir auch \u00fcber die Grenzen unseres Universit\u00e4tsklinikums hinaus ein Zeichen f\u00fcr ein respektvolles Miteinander in der Gesellschaft setzen&#8220;, so Einh\u00e4upl weiter.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ob und was dieses B\u00fcndnis gegen Homophobie \u00fcberhaupt auszurichten vermag, sei hier mal dahingestellt. Auf jeden Fall aber unterst\u00fctzt es -zumindest indirekt \u2013 die Verbandspolitik einer Organsiation, die in ihrem Machtgehabe immer respektloser das Gegeneinander innerhalb der Community forciert.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngste Eskalation ist der Kampf des LSVD BB gegen das Gedenken lesbischer Opfer in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten. Auch hier arbeitete der LSVD BB vehement mit Diffamierung und Desinformation. Diesmal sogar <a href=\"https:\/\/www.queer.de\/detail.php?article_id=32120\">nicht nur gegen die eigene Community<\/a>. Queer.de schreibt zu den j\u00fcngsten Ereignissen, in der Bundeshauptstadt w\u00fcrde sich der Streit zwischen lesbischen Aktivistinnen und schwulen Aktivisten zuspitzen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die Atmosph\u00e4re ist vergiftet.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Doch das stimmt so nicht. Es gibt trotz aller Interessenkonflikten in Berlin auf vielen Ebennen eine relativ gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen lesbischen und schwulen AktivistInnen. Was nicht funktioniert ist die Zusammenarbeit des LSVD mit nahezu allen bedeutetenden AktivistInnen und Gruppierungen, egal ob lesbisch oder schwul.<\/p>\n<p>Aber ja, die Atmosph\u00e4re ist vergiftet und deswegen muss dem LSVD Berlin-Brandenburg nun dringend Einhalt geboten werden. Sp\u00e4testens wenn sich herausstellt, dass ein solcher Verband weder kulturell noch inhaltlich um angemessene lesbische Repr\u00e4sentanz bem\u00fcht ist, sich also mehr oder weniger offen gegen fast die H\u00e4lfte der Community stellt (und eigentlich ja gegen die ganze Community, die ein solches Verhalten nicht mittragen kann) muss es mit der Unters\u00fctzung durch Politik und Wirtschaft vorbei sein. Der Senat muss jetzt sofort die unsachgem\u00e4\u00dfe M\u00e4nnerkumpanei beenden die durch eine<a href=\"https:\/\/www.queer.de\/detail.php?article_id=32116\"> geleakte Email bekannt geworden<\/a> ist. Der Bundesverband muss sich endlich deutlicher von seiner Berliner Gruppierung distanzieren. Und wenn die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Institutionen dieses omin\u00f6sen \u201eB\u00fcndnisses gegen Homophobie\u201c wirklich etwas gegen Homophobie ausrichten m\u00f6chten, dann m\u00fcssen sie sich dringend neu organisieren. Mit der Community und nicht mit einer Organisation, die vor allem eines ist: deren Gift. \u2666<\/p>\n<p><em>In einer vorherigen Version dieses Beitrages wurde das &#8222;B\u00fcndnis gegen Homophobie&#8220; f\u00e4lschlicherweise als &#8222;Aktionsb\u00fcndnis gegen Homophobie&#8220; bezeichnet. Da es einen Verbund mit dem Titel <a href=\"http:\/\/aktionsb\u00fcndnis.org\/\">&#8222;Aktionsb\u00fcndnis gegen Homophobie<\/a>&#8220; tats\u00e4chlich gibt und dieses wirklich sehr gute Arbeit macht, m\u00f6chte ich betonen, dass dieses nichts mit dem hier besprochenen &#8222;B\u00fcndnis&#8220; zu tun hat. Ich bitte den Fehler zu entschuldigen.<\/em><\/p>\n<div id=\"main\">\n<section id=\"primary\" class=\"site-content\">\n<div id=\"content\" role=\"main\">\n<article id=\"post-9132\" class=\"post-9132 post type-post status-publish format-standard has-post-thumbnail hentry category-politik\">\n<header class=\"entry-header\"><strong>Wir brauchen Deine Hilfe! Das Nollendorfblog bleibt werbefrei und unabh\u00e4ngig durch die freiwillige Unterst\u00fctzung seiner Leserinnen und Leser.\u00a0<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/steadyhq.com\/de\/nollendorfblog\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-8740 size-full\" src=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Steady-nollendorfblog-klein.png\" sizes=\"auto, (max-width: 442px) 100vw, 442px\" srcset=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Steady-nollendorfblog-klein.png 442w, https:\/\/www.nollendorfblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Steady-nollendorfblog-klein-300x56.png 300w\" alt=\"\" width=\"442\" height=\"82\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mehr dazu:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nollendorfblog.de\/?p=8291\">Das Nollendorfblog braucht Deine Unterst\u00fctzung.<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<\/header>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Der Bundesverband muss sich endlich deutlicher von seiner Berliner Gruppierung distanzieren. 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