Nach „menschenverachtendem“ Facebook-Post: SPD Berlin distanziert sich von Toleranzbotschafterin Nina Queer

Die SPD Berlin distanziert sich von ihrer Toleranzbotschafterin Nina Queer.

Queer, die auch Kolumnistin von „Queer BILD“ ist,  hatte gestern auf Facebook eine Meldung über homophobe Übergriffe gepostet und kommentiert:

„Es ist doch zum Kotzen! SOFORT ABSCHIEBEN! Ob in Deutschland geboren oder nicht. Wer Stress haben will, für den lässt sich doch bestimmt ein tolles Kriegsgebiet finden…..“

Bereits vor einem Jahr gab es Rassismus-Vorwürfe gegen Nina Queer. Damals hatte der SPD Landesgeschäftsführer Dennis Buchner die Botschafterin noch verteidigt:

„Die SPD Berlin hat mit Nina Queer weiterhin eine sehr gute Botschafterin für mehr Toleranz in unserer Stadt. (…) . Wir stehen hinter Nina Queer. Für ein weltoffenes, vielfältiges und nicht nur queeres Berlin.“

Angesichts der neuen Äußerungen habe ich bei der SPD Berlin nachgefragt, ob sie noch zu dieser Aussage steht.

Die Pressestelle hat mir eben mitgeteilt:

bezugnehmend auf Ihre Anfrage zu Nina Queer möchte ich Ihnen gerne ein Statement von Markus Pauzenberger zukommen lassen:

„Äußerungen wie diese sind völlig inakzeptabel. Wir distanzieren uns nachdrücklich von diesen menschenverachtenden Kommentaren.“

Update im Blog:

Reaktionen / Nina Queer und sie Szene: Rassisten sind nicht immer nur die anderen

Nina Queer beschuldigt Nollendorfblog

Update (Tagesspiegel), 20.07.2017:

„Für den Blogger Johannes Kram ist der Fall damit noch lange nicht beendet. Kram hatte auf seinem „Nollendorfblog“ – der im vergangenen Jahr für den Grimme-Online-Award nominiert war – bereits früh auf den Post von Nina Queer aufmerksam gemacht – und auch darauf hingewiesen, dass es bereits im vergangen Jahr Rassismus-Vorwürfe gegen die Drag Queen gab. „Der Fall Nina Queer zeigt, wie schwer es in der Szene ist, über Rassismus in den eigenen Reihen zu sprechen“, sagt Kram.

Nina Queer habe sich lange nicht vom rassistischen Kern ihrer Aussage distanziert und zunächst von Missverständnissen reden wollen. „Jetzt bekommt sie scharenweise Lob für die Sätze, für die sie sich ja angeblich so schämt, ohne dem zu widersprechen“, kritisiert Kram. Tatsächlich finden sich auf ihrem Facebook-Profil noch immer unwidersprochen Dutzende Einträge, die ihren ursprünglichen Post unterstützen.“

Zum Artikel.

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Vorgeschichte zu Nina Queer und Rassismus in diesem Blog:

Rassismus: Warum Nina Queer nicht Borat ist

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10 “Kommentare ”

  1. Ja, so ist das mit Facebook, Instagram, Twitter… Man postet aus dem ersten Ärger heraus und verbreitet irgendwelchen Mist. Donald Trump macht das täglich.

  2. Sie hat leider Recht! Ich muss mich in Berlin nicht vor Nazi-Schw…. verstecken…. aber leider durchaus oftmals vor Menschen mit Migrationshintergrund.

    Und ja! Ich will, dass solche Menschen in der Form bestraft werden, dass sie das Land wieder verlassen müssen.

  3. um bestrafung gehts mir gar nicht. ich will einfach, dass gewalttäter keine gewalt mehr ausüben können. somit ist knast oder abschiebung egal. hauptsache keine neuen opfer. im übrigen ist ihr kommentar aus dem zusammenhang gerissen. sie hat sich entsprechend erklärt. es wird gehetzt. gegen nina queer.

  4. Sie hat vollkommen recht. Politische Korrektheit ist im Angesicht der zahlreichen homophoben, aggressiven Übergriffe durch junge Männer mit Migrationshintergrund und Hartz-IV-Perspektive unangemessen.

  5. Wichtig ist, das endlich die Tabuisierung und das „Schönreden“ von grün-linker-sozialdemokratischer Seite aufhört, was die Zustände in den deutschen Großstädten angeht, wo wir homophobe und antisemitische Straftaten vermehrt erleben, was in ländlichen Regionen sowie Klein- und Mittelstädten nicht der Fall ist.
    Personen wie Jens Spahn, David Berger, Alice Schwarzer oder aktuell Nina Queer, die dies thematisieren, und auch eine Straftäterherkunft hierbei zu Recht nennen, werden von links-grünen Aktivisten/Bloggern wie bei der Queerredaktion mit Norbert Blech/Dennis Klein oder beim Nollendorfblog mit Markus Pauzenberger, dem Landeschef von SPDqueer, mit Rassismusvorwürfen oder Ausländerfeindlichkeitsvorwürfen angegriffen.
    Schon schlimm wie hier links-grüne Aktivisten den Opfern antischwuler Gewalt in den Großstädten damit in den Rücken fallen. Die Straftäter und Straftäterherkunf aus dem islamischen Kulturkreis ist zu nennen und zu thematisieren, da haben Nina Queer, Alice Schwarzer, David Berger oder auch Jens Spahn alle vollkommen Recht, und ich finde es schlimm wie ein Nollendorfblog hier die Opfer antischwuler Gewalt isoliert und tabuisiert.

  6. Der Ton macht die Musik. Der Ton war ätzend. Wenn man Menschen mit Migrationhintergrund gleich wieder in Kriegsgebiete abschieben will, dann geht das über berechtigte Kritik hinaus.

  7. Genau wegen sowas bin ich froh, als Schwuler wieder im Schrank zu leben.

    Bloß kein Wort gegen die lieben „Flüchtlinge“ sagen, da wird dann eher gegen die Schwuppe gehetzt. Da ist dann eben alles ein Einzelfall und in Deutschland sei es ja besonders für Schwule (und Juden) so sicher wie eh und je. Das dürft ihr gerne selber glauben. Seit Orlando ist mir klar geworden, wohin die Reise geht. An wievielen Stellen, auch bei den Homos selbst, war es da nicht gleich wichtig zu warnen, jetzt dürfe man aber nicht gegen Moslems oder den Islam oder sonstwen pauschal irgendwie sein. Die 50 gemetzelten Schuwppen waren schon direkt nur sekundär wichtig, hauptsache die politische Korrektheit bleibt gewahrt.

    Wir sprechen uns dann wieder in 5-10 Jahren und werden sehen, ob die Rechte der Homos gewonnen haben oder doch das Sakrosanktreden der geheiligten Zuwanderer aus den teils schwulenhassendsten (und antisemitischsten) Regionen der Welt. Bis dahin gehe ich mal davon aus, wenn du als Schwuppe von den Zuwanderern aus blankem Schwulenhass zusammengetreten wirst, dann halt mal lieber die Klappe darüber, wenn du nicht als Rassist durchgehen willst. Und wenn du Unbehagen bis Angst über das Anwachsen der Taten verspürst: halt deine Klappe. Denn es ist alles schön bunt und toll.

    Vielleicht sollten die Homos mal wieder etwas weniger auf den CSD saufen und mal wieder etwas mehr über den Zustand um sie herum nachdenken. Die größte Gefahr für Homos geht nicht mehr von den Rechten aus (wieviele ernsthafte Gewalttaten von Rechten gegen Homos gab es die letzten 2 Jahre und wieviele von Zuwanderern, insbesondere einer gewissen Religion? Wer hat zb letztes Jahr in Dortmund Transen die Steine hinterhergeschmissen, als er checkte, dass das doch keine „echten“ Frauen waren? Das waren nicht die Rechten. Auf dem Alex in Berlin werden in letzter Zeit auch nicht die Rechten vermehrt gegen Homos „aktiv“…), sondern von einer gewissen Religion, die Homos nicht einfach nur verhetzt und durch die Gegend treibt (wie die Nazivollkoffer), sondern kurzen Prozess macht. Dieses Thema könnt ihr solange umschiffen und für nichtig erklären, wie ihr wollt, es wird dadurch sicher nicht verschwinden.

    PS: die spd verrät Minderheiten. Auch was ganz neues. Naja, dass wir da bei der Wahl „Pro Zuwanderer“ oder „Pro Homos“ inzwischen den kürzeren ziehen, war mir auch vorher klar.

  8. „Die größte Gefahr für Homos geht nicht mehr von den Rechten aus “ Also, ich nenne die Islamisten sehr weit ‚Rechts‘: frauenverachtend, homoverachtend, anti Atheisten, Theokraten. Was ist denn mehr ‚Rechts‘? Genau deshalb sollen Liberale Leute die Islamisten nicht verteidigen.

  9. Teile und herrsche

    Wir lassen uns herrlich teilen, bemerkt ihr nicht die Herrschaft? In den Kommentaren wird freudig gegen Flüchtlinge gehetzt, da wird sich mit Rassismus solidarisch gesprochen, weil angeblich die Homophobie der Flüchtlinge schlimmer sei als die Homophobie von Rechtsextremen. Das ist so selten erbärmlich, man könnte heulen! Wie kann man nicht mitkriegen, sich damit selbst zum irrelevanten Kleingeist zu degradieren? Aber ne das ist ja normal, wer kriegt in diesem Land überhaupt noch was mit, das ist die richtige Frage!

    Frau Queer bewegt sich auf Facebook. Wer irgendetwas, was auf Facebook passiert, auch nur im entferntesten für relevant hält, der disqualifiziert sich selbst.

    Schönen Tag noch

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