Berlin: Koalition aus AfD, CDU und B.Z. schüren Angst auf dem Rücken ihrer Kinder

Es gehört schon ziemlich viel fast schon kriminelle Energie dazu, aus einer Erziehung zur sexuellen Vielfalt einen Sex-Skandal zu machen. Man muss bereit sein, wider besseres Wissen, oder zumindest in Verweigerung der Kenntnisnahme eindeutiger Fakten bewusst auf dem Rücken von Familien und deren Kindern Verunsicherung und Panik zu verbreiten. Denn natürlich wissen sie was sie tun. Die B,Z. weiß, dass ihre Schlagzeile vom 16. Februar

„Berliner Senat verteilt Sex-Broschüre für Kita-Kinder“

so gelesen werden kann, dass diese Broschüre an Kinder verteilt werden wird, was natürlich Blödsinn ist (Alles rund um die Broschüre auf queer.de,).

Die B.Z. weiß auch, dass „Sex“ und „Sexuelle Identität“ völlig unterschiedliche Dinge sind, ungefähr so unterschiedlich wie „Kleid“ und „Kleiderschrank“. Die B.Z. weiß, dass sie damit den AfD-Sprech der „neuen Sex-Broschüre für Kita-Erzieher“ nicht nur nachplappert, sondern sogar noch weiter zuspitzt.

Die Berliner CDU weiß, dass die B.Z. sich so etwas nur traut, weil sie selbst sich den Vorwürfen der Populistenpartei angeschlossen hat. Die Union behauptet, „Fragen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt gehören nicht in die Berliner Kindertagesstätten“, so als ob es die Broschüre sei, die diese Fragen aufwerfe und nicht dafür da sei, Antworten auf diese zu haben. Die CDU möchte also, dass das Personal der Kitas auf diese Fragen nicht vorbereitet sein darf. Die CDU möchte im Verbund mit der AfD, dass man Kinder in diesen Fragen alleine lässt. Wer versucht hier, Kinder für seine politischen Kampagnen zu missbrauchen?

Die „Konservative Revolution“ ist kein Hirngespinst. Sie ist konkret. In Berlin haben AfD, CDU und Springer schon mal ihr Gesicht gezeigt. Wir lernen:

Dieser Revolution sind nicht nur LGBtI* egal, sondern auch ihre eigenen Kinder. ♦

 Das Buch zum Blog erscheint am 1. März / Der Vorverkauf  zur Buchpräsentation hat begonnen: 

 

 11. April 2018 -TIPI AM KANZLERAMT 

GROSSE BUCHPRÄSENTATION 

MIT TALK & MUSIK

„ICH HAB JA NICHTS GEGEN SCHWULE, ABER …“

JOHANNES KRAM & GÄSTE 

 

U. a. mit Volker Beck, Jade Pearl Baker, Felix Martin, Jan Feddersen,  Romy Haag, Stephanie Kuhnen, Lili Sommerfeld, Georg Uecker, „Operette für zwei schwule Tenöre“.  
Am Flügel: Florian Ludewig. 

 

 Es lesen Matthias Freihof und Pierre Sanoussi-Bliss.

 

Infos und Tickets hier. 
Mehr: „Das Buch zum Nollendorfblog.“

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3 “Kommentare ”

  1. Danke…das ist deutlich und klar.
    Ich habe schon fern von Berlin übelste Diskussionen dazu erlebt.
    Da melden sich inzwischen auch Leute zu Wort, die bisher nicht zur Demo für Alle-Bande gehörten, aber nicht eine Zeile der Broschüre gelesen haben und jetzt in den Lügenchor von der Verführung etc. einstimmen.
    Es ist also ein Irrtum gewesen, Beverfoerde, Kelle, Kuby für erfolglos zu erachten. Ihr steter Tropfen hat den Stein gehöhlt.
    Ich habe schon vor mehr als 5 Jahren, als vor allem Kuby mit ihrem Machwerk von der „Globalen sexuellen Revolution“ sich lautstark zu Wort meldete vor gezielt betriebenen Rückschritten gewarnt und wurde belächelt. Mit der AfD haben jetzt die Erzkonservativen auch in der CDU Auftrieb. Machen wir uns nichts vor – das wahre Ziel dieser flächendeckenden Wühlarbeit ist die Wiedereinführung des § 175. Die beginnt mit der Verdrängung, der erneuten Unsichtbarmachung, der Pathologisierung und Kriminalisierung. Kuby beendet ihr Machwerk mit einer aberwitzigen Projektion: die sexuelle Revolution habe sozusagen zum Endziel die Verfügbarmachung von Kindern zur sexuellen Ausbeutung durch Homosexuelle… Diese Schweineidee dringt jetzt wieder in immer mehr Köpfe ein…
    Nachdem es den AfD-Faschisten bereits gelungen ist, Flüchtlinge unter gesellschaftlichen Generalverdacht zu stellen und inzwischen die Minderheitenjagd (allen voran Poggenburg mit seinen neuesten Ausfällen) auszuweiten auf türkischstämmige Menschen und sich die Anti-LGBTI-Stimmen längst auch im vermeintlich „bürgerlichen“ Lager vernehmen lassen (siehe Gabriel et alii, die die Ehe für alle gegen soziale Gerechtigkeit ausspielen) wird es uns unbezweifelbar wieder an den Kragen gehen. Und Subjekte wie Weidel, Spahn und Berger machen da fleißig mit.

  2. Das demokratische Versagen der Unionsparteien und der konservativen Presse besteht darin, dass sie nicht darstellen, wo sie inhaltlich eigentlich die Grenzen zu AfD und Pegida ziehen und diese dann auch verteidigen. Es reicht nicht, über jedes Stöckchen zu springen und die Grenzen des Anstands dabei immer weiter zu verschieben. Ist die AfD nur ein unliebsamer Konkurrent oder ein politischer Gegner der Union? Und wenn ja, worin besteht diese Gegnerschaft inhaltlich?

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