Aufforderung zum Koalitionsbruch / Liebe SPD …
Es ist eigentlich ganz einfach: Um dem Koalitionsvertrag gerecht zu werden, musst Du ihn brechen.
Foto: Johannes Kram
Das Nollendorfblog aus Berlin von Johannes Kram
Es ist eigentlich ganz einfach: Um dem Koalitionsvertrag gerecht zu werden, musst Du ihn brechen.
Foto: Johannes Kram
Sahra Wagenknecht hat sich bei mir gemeldet. Nachdem die Pressestelle ihrer Fraktion meine Fragen zu Ihrem Engagement zur „Ehe für alle“ nicht beantworten konnte oder wollte, und ich dies in diesem Blog dokumentiert habe, habe ich nun Post von ihr bekommen.
Ich möchte Sahra Wagenknecht nicht unrecht tun. Aber ich wüsste schon gerne, woran ich bin. Drei Fragen an DIE LINKE.
Foto: Fotolia.com
CDU Mann Jens Spahn hatte längst behauptet, man könne gegen die „Ehe für alle“ sein, ohne dabei homophob zu sein. Wenn dem so wäre, wenn es solche Argumente geben würde, ja: Warum fallen sie seinem Fraktionkollegen dann nicht ein?
Foto: Screenshot karl-schiewerling.de .
Patsy belässt es eben nicht nur dabei zu beschreiben, was falsch läuft, sie prangert nicht nur (zu recht!) das Lächerliche, Destruktive bis Bösartige eines Diskurses an. Sie tut so, als ob das, womit sich dieser Diskurs beschäftigt, grundsätzlich lächerlich, destruktiv und bösartig ist.
Statt eines Wahlkampf-Coups Merkels zur Legitimierung von Diskriminierung könnte der 25. Mai zu einer Demonstration für Vielfalt werden, wie sie es in Deutschland noch nie gegeben hat: Eine, in der einmal nicht die Homos etwas von den Heteros fordern, sondern alle Menschen, die in Deutschland Verantwortung übernehmen wollen, gemeinsam von ihrer Regierung fordern, dies endlich auch zu tun.
In der Deutschen Oper wurde mit „Erward II“ ein misslungenes Stück über Homosexualität und Homophobie uraufgeführt. Der Präsident des Deutschen Bühnenvereins wirft einer Kritikerin Homophobie vor. Und kultiviert dabei homophobe Reflexe.
(Foto: Deutsche Oper Berlin)
Er wollte sich nicht auf Kosten seines Verlages profilieren, auch weil er fest der Überzeugung war, dass das alles zusammen gehört: Erotik und Kunst, Populäres und Sperriges, Aufklärung und Genuss.
Wer wirklich für Sicherheit ist, der streitet für Verhältnismäßigkeit. Wer wirklich gegen Rassismus ist, der weiß, dass sie in unserer Gesellschaft allgegenwärtig ist, dass es für jeden von uns fast unmöglich ist, frei davon zu sein. Auch in Situationen, die nicht so komplex sind, wie die an Silvester.
„Man kann sich ohne weiteres für beides einsetzen. Man kann beides zusammen denken: Akzeptanz aller sexuellen Orientierungen und aller Identitäten.“ Nach meiner letzten „Politically Correct“-Kolumne auf BILDblog gab es einige kritische Reaktionen von Transmenschen. Hier begründet Jonas seinen Widerspruch.
Auch all diejenigen, die Volker Beck (aus welchen Grund auch immer) nicht oder nicht mehr sehen können, sollten sich fragen, ob sie sich das leisten können: Ausgerechnet jetzt auf ihn verzichten zu wollen. Das gilt für Lesben und Schwule. Aber zunächst gilt das für die Grünen.
(Foto: Fabian Stuetrz)
„Nur weil man gegen die Homo-Ehe ist, ist man noch lange nicht homophob.“ Das Fiese an diesem Satz ist nicht, dass er nicht stimmt. Das Fiese ist die Unterstellung, die sich dahinter verbirgt. Er ist ein mieser Kartenspielertrick, der verwendet wird, um Ursache und Wirkung zu vertauschen, um aus Tätern Opfer zu machen.
Falls das jemand noch nicht mitbekommen hat: Der Papst hat uns mal so nebenbei den Krieg, nein den „Weltkrieg“ erklärt. Kann man lustig finden, gaga, ja das ist es ja auch. Kann man aber auch mal drüber nachdenken.
Ich verstehe, dass das Theater irgendwie reagieren musste. Und ich verstehe auch, dass eine solche Reaktion nie ganz richtig sein kann. Aber kann und müsste sich nicht gerade ein solches Theater in einer solchen Situation wirklichen Mut leisten, statt einer mutigen Pose, mit der es überall offene Türen einrennt?
Die SPD in Berlin braucht einen Gong. Sie hat ihr Versprechen an die Community gebrochen, und sie würde es wieder tun. Und im Wahlkampf zeigt sie, dass sie uns für etwas blöd hält. Ja, wir müssen am Sonntag ein Zeichen gegen Rechts setzen. Doch die SPD brauchen wir dafür nicht.
FAZ und FAS sind keine durch und durch homophoben Medien. Und doch verdienen sie einen Sonderpreis innerhalb des seit seit einigen Jahren boomenden „Ich hab ja nichts gegen Homosexuelle, aber“-Journalismus: Den für die hohe Kunst der gediegenen Homohetzerei.
Am 18. September wird in Berlin ein neues Landesparlament gewählt. Was ist aus LGBTI-Sicht die beste Wahl? Heute treffen die queeren Vertreter der Parteien im BKA-Theater bei der „Rosa-Elefantenrunde“ des „Männer“-Magazins aufeinander. Das Nollendorfblog bloggt live vom Schlagabtausch.