Zum Nachlesen. Versuch eines Live-Blogs aus dem CSD-Forum
Stonewall oder nicht? Beim CSD-Forum sollte die Entscheidung fallen. Die Berliner CSD-Macher wollten sich ihren Kritikern stellen. Es ist etwas anders gekommen.
Das Nollendorfblog aus Berlin von Johannes Kram
Stonewall oder nicht? Beim CSD-Forum sollte die Entscheidung fallen. Die Berliner CSD-Macher wollten sich ihren Kritikern stellen. Es ist etwas anders gekommen.
Schreiben würde ich so was nicht, aber denken muss man das doch dürfen. Wäre das nicht der angemessene Umgang mit jemandem wie Matussek? Müsste man nicht einfach sagen dürfen: Herr Matussek, Sie sind ein Arschloch!
Sinn der Rainbow Flame war es nicht, neue Wege vorzugeben. Sinn war es, dass sich das zusammen finden kann, was uns verbindet. Das alleine ist noch keine politische Agenda. Aber wenn es eine geben sollte, wäre es die Voraussetzung dafür.
Das Wichtigste aber sind nicht Programme und Claims. Das Wichtigste ist, dass die Szene jetzt zusammen findet, dass sich die Diskussion versachlicht. Ich habe Zweifel daran, dass das“ CSD-Forum“ hierfür das richtige Format ist. Aber egal. Alle müssen jetzt einen Gang runter schalten.
Ich finde, der CSD hat einen eigenen Tag verdient. Und der Fussball auch. Ich will mich nicht für eine von zwei Flaggen entscheiden müssen. Und zwei sind mir zu schwer!
Opression must surrender! Love is not for Progaganda!
Haben auch Sie es satt, immer nur am Stammtisch rumzupöbeln? Kein Problem! Die Rethorik des matussekschen Homophobismus bedarf einer allgemeinverständlichen Handreichung. Während die BILD-Zeitung noch daran arbeitet, sind wir schon so weit! Werden auch Sie ein ein Homo-Feind mit Matussek! Wir verraten alle Tricks!
Sanda Maischberger ist unredlich, macht sich dümmer als sie (hoffentlich) ist. Natürlich kann man darüber diskutieren, wie sexuelle Vielfalt im Unterricht verankert wird. Aber nicht darüber, ob es sexuelle Vielfalt gibt. Dieser entscheidende Unterschied ist der Gifttropfen zum Gebräu des Populismus.
Statt Bloggen III: Ein Interview geben. „Die Community ist vielfältig, jede und jeder ist auf eigene Art brav oder eben nicht. Der Song will nicht provozieren, sondern versucht das in den Vordergrund zu stellen, was verbindet. Wir irritieren die Homo-Hasser nicht, indem wir sie beschimpfen. Sondern, in dem wir sie umarmen.“
Statt Bloggen II: Eine Rede für die „Rainbow Flame“. „Die russische Regierung definiert Homosexuelle wie gemeingefährliche Schwerverbrecher auf Bewährung! Doch das Schlimmste ist: Das IOC spielt sich auf wie unser Bewährungshelfer!“
Statt Bloggen: Ein Lied für Sotschi. Ab sofort auf iTunes für 1:29 Euro. Der gesamte Erlös geht an russische LGTBI-Projekte. Mit den grossartigen Stimmen von Shon Abram, Romy Haag, Stefan Kuschner und Wilhelmine Schneider! Join us to protect the flame!
Bei allem Draufgehaue habe ich mir hier vorgenommen, konstruktiv zu bleiben und nicht zynisch zu werden. Doch das kann ich leider gerade nicht garantieren. Ich mache hier also erstmal Sendepause. Wer trotzdem mit mir diskutieren möchte, kann mich ja gerne zum Bier einladen.
Und wenn Du glaubst, es geht nichts mehr … Mannomann. Nein, kein Lichtlein. #Mundpropaganda ist auch kein Silberstreif am Horizont und auch kein Licht am Ende des Tunnels. Nein, das hier ist Erleuchtung pur. Endlich! Wir können wieder sehen! Ein Wunder. Mindestens. Sorry, ich bin beschwipst. Und wenn ich nicht aufpasse, finde ich auch noch Franz … Weiterlesen
Was bedeutet denn der CSD-Motto-Vorschlag „Back to the Roots“? Wenn man das einigermaßen ernst nehmen würde, könnte man daraus einige Ansprüche ableiten. Mir fallen da viele ein, und alle sind das Gegenteil von dem, was der CSD da gerade macht. Heute Abend könnte sich etwas ändern ..
LESETIPP: Nein, ich werde heute nichts bloggen zum Koalitionsvertrag und empfehle stattdessen zur Feier dieses denkwürdigen Tages ausnahmsweise mal fremde Federn: Besser als der Blogger-Kollege kann man den Frust, den ich gerade empfinde, nicht ausdrücken. Was mir gerade auch sehr auf den Geist geht: Dass jetzt alle wieder genau wissen, was zu tun ist. Ich … Weiterlesen
LESETIPP Anlässlich der homophoben Skandalisierung des Privatlebens eines Landrates durch die „BamS“ habe ich für VOCER.org ein Interview mir David Berger geführt, dessen Intimleben während seines Kampfes gegen „kreuz“.net ebenfalls in die Öffentlichkeit gezerrt wurde. Hier geht’s weiter zum Interview … – (Offenlegung: Im Magazin „Männer“, dessen Chefredakteur Berger ist, sind zwei Texte von mir veröffentlicht worden. … Weiterlesen
„Wie war das mit dem Sex, Herr Landrat“ titelte „Bild am Sonntag“ gestern über einen Artikel, der eine ehemalige Affaire eines schwulen Landrates zum Thema hat. Das Blatt zitiert dabei höchst private Details, was presserechtlich nur erlaubt ist, sollte ein übergeordnetes öffentliches Interesse in diesem „Fall“ vorliegen. Der Beitrag versucht durch eine Reihe von Skandalisierungen, ein … Weiterlesen